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Hillmanns Crew im Hoffnungsmodus

Hillmanns Crew im Hoffnungsmodus

Als das öffentliche Leben infolge der Corona-Krise für einen Moment lang stillzustehen schien, setzte die Bautzener Theatercrew im Beisein von Puppen den Startschuss für den Vorverkauf zum diesjährigen Theatersommer. Foto: DSVTh

Bautzen. Andere Häuser sind bereits vorgeprescht, doch in der Spreestadt lässt man sich Bedenkzeit: Das Team des Bautzener Intendanten Lutz Hillmann will die restliche Theatersaison und die alljährliche Inszenierung des Freiluftspektakels auf dem Hof der Ortenburg zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschreiben. Erst spätestens nach dem 8. Mai sei mit einer Entscheidung zu rechnen. Bis dahin hoffen die Theaterleute auf weitere Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen. Bereits wenige Tage zuvor, an diesem Wochenende, läuft der jüngste Corona-Erlass der Staatsregierung aus.

„Ein Theater, das nicht spielt, ist seines Sinns beraubt. Wir beweisen uns über das, was wir tun. Diese Möglichkeit kann Theater momentan nicht wahrnehmen“, sagte Lutz Hillmann in dem Kontext. „Jede Chance, die sich unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen ergibt, werden wir nutzen. Deshalb haben wir unsere Spielzeit im Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen noch nicht vorzeitig beendet. Unsere Theatervorstellungen, inklusive Theatersommer, fallen zudem nicht in die Kategorie der Großveranstaltungen, da pro Vorstellung mit weniger als 1.000 Zuschauern geplant wird.“

Eigenen Angaben zufolge hat der Landesverband Sachsen im Deutschen Bühnenverein, dem Lutz Hillmann vorsteht, einen Maßnahmenkatalog zur Durchführung von Theaterveranstaltungen unter Berücksichtigung von Sicherheitsmaßnahmen als Gesprächsangebot ans Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus gegeben. Ziel sei es, gemeinsam mit der Politik Konzepte hin zu einer schrittweisen Normalisierung zu entwickeln. „Dabei ist es wichtig, gesundheitsschützende Aspekte ausreichend zu berücksichtigen“, erklärte der Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters. „Die Gesundheit unserer Besucher und Mitarbeiter hat immer oberste Priorität“. Jedoch betonte er auch, dass sich gerade Theater und Kultureinrichtungen in dieser schwierigen Zeit einbringen können. Sie würden eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen und das Wesen unserer vielfältigen Gemeinschaft abbilden. Zudem können sie laut Lutz Hillmann Halt geben und dabei helfen, wieder Hoffnung zu schöpfen.

Einen Anfang sieht er in Freiluftveranstaltungen wie dem Bautzener Theatersommer, für den bereits zahlreiche Tickets verkauft wurden. Statt der angedachten 998 Zuschauerplätze plant die Theatercrew nunmehr nur noch mit 500 Sitzmöglichkeiten pro Vorstellung. Auf diese Weise ließe sich ein ausreichender Sicherheitsabstand zwischen den Gästen gewährleisten, hieß es.

Redaktion / 01.05.2020

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