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In Görlitz sind einige Stolpersteine zunächst eingelagert

In Görlitz sind einige Stolpersteine zunächst eingelagert

Drei Stolpersteine wurden übergangsweise sicher eingelagert: Für Dr. Erich Oppenheimer, geboren 1894 in Berlin, gestorben 1942 im Arbeitslager Tormersdorf. Ehefrau Charlotte Oppenheimer, geboren 1896 in Moys, gestorben 1942 im Arbeitslager Tormersdorf und Sohn Werner Oppenheimer, geboren 1921 in Berlin, ermordet 1942 in Lublin. Foto: Daniel Breutmann

Görlitz. Zu den ersten Stolpersteinen, die in Görlitz 2007 verlegt wurden, gehörten die für Arzt Dr. Erich Oppenheimer mit Familie. Aktuell finden sich 139 Stolpersteine in Görlitz, fünf davon auf polnischer Seite. Die drei Oppenheimer-Stolpersteine sind aufgrund der Baustelle in der Jakobstraße 2/3 aus dem Pflaster vor der Jakobstraße 3 entfernt worden. Sie verbleiben bis zur Neuverlegung bei der Stolpersteininitiative unter dem Dach des Kulturbüros Görlitz.

Mit dem bestehenden Kontakt zu Nachfahren und Angehörigen, kam der Wunsch auf, die Neu-Verlegung der Stolpersteine in der Dr. Friedrichstraße 6 zu sehen, dem einstigen Wohnort der Familie und der letzten freigewählten Adresse, bevor die Familie im sogenannten „Judenhaus“ in der Jakobstraße 3 mit anderen jüdischen Familien aus Görlitz ein Auskommen sehen musste, bis zu dem Transport nach Tormersdorf, von wo der Weg in die Deportation und den Vernichtungslagern im Osten führen sollte. Die Neuverlegung soll im neuen Jahr, in Anwesenheit der Familie, stattfinden.

Bereits im April 1933 entzog die Verordnung über die Zulassung von Ärzten jüdischen Kassenärzten die Zulassung für gesetzlich Versicherte – Ausnahmen gab es zunächst für Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs. Sie durften nur noch Privatpatienten behandeln. Im Juli 1938 erfolgte durch die Vierte Verordnung zum Reichsbürgergesetz der Entzug der Approbation, also die staatliche Berufserlaubnis, für alle jüdischen Ärzte zum 30. September 1938.

Redaktion / 13.09.2026

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