Inklusionsprojekt kann weitergehen

David Gratzl hat in der ersten Projektphase schon viel erreicht und kann seine Arbeit nun fortsetzen.
Im April 2025 startete der Regenbogen-Verein ein Projekt, das schon vieles erreicht hat. Es kann nun vorerst bis November 2027 fortgeführt werden.
Bischofswerda. Das Projekt „Bischofswerda Inklusiv“ kann unter dem Dach des Regenbogen e.V. zunächst bis Ende November 2027 weitergeführt werden. „Damit wird die bereits erfolgreich begonnene Arbeit im Bereich der inklusiven Stadtentwicklung weiter verstetigt und ausgebaut“, teilt der Verein, der auch das Begegnungszentrum an der Belmsdorfer Straße („B 28“) betreibt, mit. Und weiter: „Auch weiterhin wird David Gratzl als Projektkoordinator das Projekt begleiten und gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern daran arbeiten, Inklusion in Bischofswerda aktiv voranzubringen.“ Gratzl selbst hatte dem Oberlausitzer Kurier im April 2025, kurz nach dem Auslaufen des vorherigen Projektzeitraums, erklärt: „Das Hauptziel bestand darin, Inklusion überhaupt erst einmal zu einem Thema zu machen, über das man in der Stadt spricht. Und natürlich wollen wir Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen – und damit für die gesamte Stadtgesellschaft – erreichen.“ Auf einem gemeinsamen Rundgang durch die Innenstadt zeigte der auf den Rollstuhl angewiesene Projektkoordinator dem Oberlausitzer Kurier damals, was bereits erreicht werden konnte und wo noch „der Schuh drückt.“ So machte er auf die Verbesserung der Befahrbarkeit des Marktplatzes für Rollstühle durch das Auffüllen der Pflasterfugen aufmerksam. Positive Erwähnung fanden auch das inklusive Spielgerät im Schillerpark sowie die barrierefreie Erreichbarkeit der Postagentur an der Liebknechtstraße.Doch David Gratzl hatte auch viele Dinge zu bemängeln: So unter anderem, dass an vielen Stellen die Bordsteine nicht abgesenkt sind, sodass Rollstuhlfahrer kaum auf den Gehweg gelangen können. Auch die barrierefreie Zugänglichkeit vieler Geschäfte und Arztpraxen ließ seiner Auffassung nach zu wünschen übrig. Ein besonderes Ärgernis war aber zum damaligen Zeitpunkt noch der Bahnhof mit der damals noch bestehenden „Riesenbrücke“. Zwischenzeitlich sind die Bauarbeiten aber abgeschlossen, und die Gleise 2 und 3 können problemlos mit dem Fahrstuhl erreicht werden:
„Aktuell befindet sich das Projekt in einer Phase der Neustrukturierung. Dabei entstehen viele neue Ideen und Ansätze, die künftig in verschiedenen Projekten und Angeboten umgesetzt werden sollen. Interessierte dürfen sich auf zahlreiche neue Entwicklungen freuen“, teilt der Regenbogen e.V. nun anlässlich der Weiterführung mit. Zu den aktuellen Projekten gehört unter anderem das Inklusive Bürgertheater (der Oberlausitzer Kurier berichtete bereits).