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Lebensretter 
überall in der Stadt

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Sarah Liebsch von der Erste-Hilfe-Schule Oberlausitz und Oberbürgermeister Karsten Vogt behandeln den neuen Defibrillator fast schon liebevoll.

Im Ernstfall muss es ganz schnell gehen: Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebensrate mit jeder verstrichenen Minute um zehn Prozent. Die Stadt Bautzen leistet nun aktive Vorsorge für ihre Bürger.

Bautzen. Jedes Jahr sterben deutschlandweit etwa 65.000 Menschen nach einem plötzlichen Herzstillstand. „Schätzungweise 70 Prozent von ihnen könnten durch den Einsatz eines Defibrillators gerettet werden“, sagt Sarah Liebsch. Sie ist Geschäftsführerin der Erste-Hilfe-Schule Oberlausitz mit Sitz in Neukirch/Lausitz und Partnerin der Stadt Bautzen bei der Errichtung eines Netzes von elektrischen Lebensrettern im gesamten Stadtgebiet. 

„Defibrillatoren gewinnen angesichts des demografischen Wandels und einer zunehmend älteren Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen zu — schnelle Hilfe im Notfall kann hier entscheidend sein und Leben retten“, erklärt Oberbürgermeister Karsten Vogt.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der freien Zugänglichkeit der Geräte. Defibrillatoren sollten rund um die Uhr öffentlich erreichbar sein, da im Ernstfall jede Minute zählt. Durch die Installation an gut sichtbaren Außenfassaden städtischer Gebäude wird sichergestellt, dass Bürgerinnen und Bürger im Notfall schnell handeln können. Neben dem bereits bestehenden Defibrillator im Gewandhaus wurden neue Standorte im gesamten Stadtgebiet und in den Ortsteilen eingerichtet. Von Anfang bis Mitte Mai erfolgte die Installation der medizinischen Geräte an folgenden Standorten: 
• Bibliothek/Archiv Schloßstraße • Museum Bautzen • Turnhalle Oberschule Gesundbrunnen • Freiwillige Feuerwehr Kleinwelka • Freiwillige Feuerwehr Salzenforst • Freiwillige Feuerwehr Stiebitz • Freiwillige Feuerwehr Niederkaina 

Die Geräte wurden außen an den Gebäuden in beheizten und beleuchteten Wandschränken angebracht sowie zweisprachig in Deutsch und Sorbisch beschildert. Alle Defibrillatoren sind beim Verein „Region der Lebensretter e.V.“ registriert. 

„Dadurch ergeben sich entscheidende Vorteile: Die Standorte sind in Notfall-Apps und Leitstellen hinterlegt und schnell auffindbar, im Ernst-Fall können Ersthelfer gezielt zum nächstgelegenen Gerät geführt werden und die Einsatzkette wird deutlich beschleunigt und besser koordiniert“, so Sarah Liebsch. In die Maßnahme wurden rund 40.000 Euro vorgesehen. Dies deckt die Kosten für die Anschaffung, Installation sowie Wartung und Betriebskosten für fünf Jahre ab. Die Installation von zwei weiteren Geräten ist dank einer Spende in Planung. 

PM/UM / 24.05.2026

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