Mit Eseln für mehr Gesundheit

Esel begegnen jedem Menschen offen und ehrlich. Deshalb eignen sie sich so gut als Brückenbauer. Foto: Verein
Nechern. Was passiert, wenn Menschen mit Behinderung aus Deutschland und Polen gemeinsam Zeit verbringen, sich kennenlernen und dabei mit Eseln und Maultieren arbeiten? Dieser Frage widmet sich ein besonderes Begegnungsprojekt, das am 20. und 21. Juni auf dem Eselhof Nechern bei Weißenberg stattfindet.
Im Rahmen des Projektes „Tiergestützte Therapie in der Euroregion – die positive Wirkung von Tieren auf die Gesundheit von Menschen mit Behinderungen“ treffen sich Teilnehmer aus Deutschland und Polen zu einem gemeinsamen Wochenende voller Begegnungen, Erfahrungen und Erlebnisse.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Tiere, sondern vor allem die Menschen. Esel und Maultiere helfen dabei, Barrieren abzubauen, Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Erfahrungen zu schaffen. Die Teilnehmer lernen die Tiere kennen, verbringen Zeit in der Natur und erleben, wie leicht Verständigung gelingen kann – auch über Sprachgrenzen hinweg.
„Esel urteilen nicht über Sprache, Herkunft oder Behinderung. Sie begegnen jedem Menschen offen und ehrlich. Genau deshalb eignen sie sich so gut als Brückenbauer zwischen Menschen“, erklärt das Team der Noteselhilfe e.V.
Das Projekt wird gemeinsam mit der polnischen Stiftung „Tina and Friends“ durchgeführt und durch die Europäische Union gefördert. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung aus beiden Ländern miteinander in Kontakt zu bringen und die positiven Wirkungen tiergestützter Aktivitäten erlebbar zu machen.
Für viele Teilnehmer stehen dabei nicht nur die Begegnungen mit den Tieren im Vordergrund. Oft entstehen neue Freundschaften, wertvolle Erfahrungen und besondere Momente, die noch lange nach dem Projekt in Erinnerung bleiben.