Parkfreunde sind in Niesky eine Bank

Diese neue Bank trägt ein Zitat des preußischen Generalfeldmarschalls Alfred von Schlieffen (1833-1913), der auf das Nieskyer Pädagogium absolvierte. Foto: Merten Menzel
Nieskyer. In der Nieskyer Parkanlage Monplaisir geht der Ausbau weiter voran. An den im Frühjahr neu entstandenen Wegen wurden durch die Parkfreunde Niesky neue, rustikale Holzbänke errichtet. Damit wurde der durch Jahrzehnte langen Wildwuchs unbrauchbar gewordene nordwestliche Teil des Parks wieder für die Besucher erschlossen. Die Parkfreunde wünschen sich, dass die drei Bänke rege genutzt werden. Erholen, quatschen, knutschen – fast alles ist erlaubt. Aber die Parkfreunde wünschen sich auch die Nieskyer mögen die Bänke respektvoll behandeln. Vandalismus sei leider zum stetigen Begleiter geworden.
Als Höhepunkt wurden die Bänke mit Zitaten von Persönlichkeiten versehen, die alle im Zusammenhang mit dem Pädagogium in Niesky stehen. Es war einst diese Institution deren Schüler und Lehrer die Anlage Monplaisir im 18. Jahrhundert erschufen. So findet sich das Friedrich-Schleiermacher-Zitat: „Man darf um keinen Preis die Gegenwart der Kinder irgendeiner Zukunft opfern“ oder von Comenius: „Die Menschen müssen ihre Weisheit nicht nur aus Büchern schöpfen, sondern aus Himmel, Erde, Eichen und Buchen.“
Die Materialkosten für die Bänke wurden zu jeweils 50% vom städtischen Verfügungsfonds und den Parkfreunden finanziert. Der Aufbau und das Einfräsen der Zitate erfolgten als Eigenleistung.
Der nächste große Arbeitseinsatz im Park ist für den 15. November geplant. Und am 14. September ist der Wartturm wieder ab 14.00 Uhr geöffnet. Die Parkfreunde präsentieren dort ein letztes Mal die Ausstellung „Niesky 1945“. Die Parkfreunde bleiben sich also treu und verlieren sich nicht in der Krankheit unserer Zeit, von der eine Bank mit einem Zitat von Generalfeldmarschall Schlieffen kündet: „Wer sich nach allen Seiten richtet, verliert die Richtung.“