Rolf Dvoracek zum Gedenken

Café »Budyšin« und Reichenturm. 1981 Foto: Rolf Dvoracek
Bautzen. Das Museum Bautzen lädt am Sonntag, 12. April, 15.00 Uhr, zur abschließenden Führung durch die Kabinettausstellung „Rolf Dvoracek – Photo-Graphische Spitzlichter“ ein. An diesem letzten Ausstellungstag führt Museologe Hagen Schulz durch die Schau und stellt die fotografischen Arbeiten des am 5. März dieses Jahres verstorbenen Fotografen vor.
Rolf Dvoracek war als „Bildchronist“ der Stadt Bautzen bekannt und arbeitete seit den 1950er Jahren als Fotoreporter für Tageszeitungen in und um Bautzen. Dabei hielt er das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben sowie den Alltag der Menschen fest. Auf seinen fotografischen „Entdeckertouren“ lichtete er verborgene Ecken, Hausfassaden und Bauelemente im Detail ab. Für seine Schwarzweißaufnahmen wählte er ungewöhnliche Standorte, erklomm Türme und Baugerüste oder nutzte Durchblicke durch Fenster und Tore. Besonders reizten ihn das Dämmerlicht am frühen Morgen, die Dunkelheit der Nacht oder das mitternächtliche Feuerwerk zum Jahreswechsel. Mit seinen in der Ausstellung gezeigten Bautzen-Bildern der 1960er bis 1980er Jahre dokumentierte Dvoracek, dass seine Heimatstadt trotz aller Widrigkeiten immer schön und sehenswert war.