Sondereinsatz für Imaginetta

An ihrem Arbeitsplatz gewährte Silvia Elke Kentsch einen Blick auf dieses Blütenfeuer. Foto: Till Scholtz-Knobloch
Görlitz. Im Erdgeschoss des Haupttraktes im Görlitzer Klinikum sind wieder Werke einer heimischen Künstlerin zu entdecken. Hinter der Signatur SEK (Arts) verbirgt sich jedoch nicht das Sondereinsatzkommando der Polizei, sondern Silvia Elke Kentsch. „Zwischen Haut und Struktur – wenn Farbe berührt“, heißt die Ausstellung in der Magistrale des Klinikums, wobei SEK auch auf ’Imaginetta’ hört, denn dieser Name führt letztlich auch zu ihrer gleichnamigen Internet-seite. Manche Stillleben scheinen Anklänge bei Edward Hopper, Gustav Klimt und insbesondere bei der Neuen Sachlichkeit zu suchen und belegen bei der weitgehend autodidaktischen Herangehensweise tatsächlich ein hohes Maß an Imagination. Gleichwohl kann die in Markersdorf aufgewachsene Künstlerin darauf verweisen, dass ihr Zeichenlehrer Reiner Seifert aus Königshain ihr den Umgang mit Ölfarben näherbrachte und ihre Liebe zum kreativen Farbspiel weckte. ’Imaginetta’ sagt: „Es muss nicht immer alles problembehaftet sein – ich bin glücklich, wenn der Betrachter durchatmet und sich freut, dass er auf etwas Nettes anspringen konnte.“ Bis zum 30. September zeigt SEK also, was in ihr steckt.