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Saison-Check bei Budissa Bautzen

Saison-Check bei Budissa Bautzen

Zwischen Konstanz und Potenzial: Jannik Käppler und Tim Cellarius im Interview Foto: FSV Budissa Bautzen

Bautzen. Die Saison geht zu Ende – Zeit für eine ehrliche Zwischenbilanz. Wie zufrieden ist das Team mit der Leistung? Wo liegen die größten Entwicklungsschritte und woran muss noch gearbeitet werden? Kapitän Jannik Käppler und Tim Cellarius geben im Interview spannende Einblicke in die Hinrunde, sprechen über die Teamdynamik, ihre persönlichen Rollen und werfen einen klaren Blick auf das, was noch möglich ist.

Wie fällt euer persönliches Fazit zur bisherigen Saison aus – zufrieden oder ist noch etwas Luft nach oben?

Jannik: Wir können insgesamt zufrieden mit der bisherigen Saison sein. Gegen Teams aus der unteren Tabellenregion haben wir in einigen Spielen unnötig Punkte liegen lassen, in denen wir auch nicht an unserLeistungsmaximum herangekommen sind. Auf der anderen Seite haben wir uns gegen stärkere Gegner, mit denen man vielleicht nicht unbedingt gerechnet hat, wichtige Punkte erarbeitet. Daran sieht man auch, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. Zudem ist stellenweise auch das Matchglück auf unserer Seite. Das war in den Vorjahren nicht immer so. Die Last-Minute-Siege gegen Bischofswerda und Freital haben das besonders gezeigt und schweißen eine Mannschaft auch nochmal ganz anders zusammen.

Tim: Luft nach oben gibt es ja bekanntlich immer, ansonsten würden wir wohl auch woanders in der Tabelle stehen. Aber grundsätzlich können wir, denke ich, mit der absolvierten Hinrunde und auch mit der aktuellen Punkteausbeute zufrieden sein. Betrachtet man die „geholten“ und „verlorenen“ Punkte, sieht man dennoch sehr deutlich, wo bei uns noch Nachholbedarf besteht. Das hatte Jannik ja bereits angedeutet.

Gab es ein Spiel oder einen Moment, der für euch sinnbildlich für die Hinrunde steht?

Tim: Ein genauer Moment, der sinnbildlich für die Hinrunde steht, ist schwierig zu benennen. Die beiden Flutlichtspiele auf der Müllerwiese und die zwei hohen Heimsiege haben aber gezeigt, wozu wir als Mannschaft imstande sind und was möglich ist, wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen.

Wo habt ihr euch als Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison am meisten entwickelt?

Jannik: Im Vergleich zur Vorsaison haben wir uns vor allem in der Defensive stabilisiert und kassieren weniger Gegentore – wir stehen kompakter und lassen insgesamt weniger zu. Auch das Zusammenspiel auf den einzelnen Positionen ist deutlich besser geworden und vieles wirkt inzwischen eingespielter. Zudem haben wir bei Standardsituationen deutlich an Qualität gewonnen.

Tim: Wir hatten in der letzten Saison, vor allem in der Hinrunde, große Probleme mit Rückschlägen innerhalb einer Partie. Viele Spiele kippten damals mit dem ersten Gegentreffer bzw. einem negativen Erlebnis und brachten uns so auf die Verliererstraße. Schon im Laufe der Rückrunde war hier eine klare Entwicklung zu erkennen, und auch in der bisherigen Saison konnten einige ungünstige Startphasen oder Aktionen, wie Rückstände oder Platzverweise, überwunden werden. Hier sind wir als Mannschaft deutlich stabiler und gefestigter geworden.

Jannik, du hast zusätzlich Verantwortung neben dem Platz – wie beeinflusst das deine Rolle in der Mannschaft?

Jannik: Die zusätzliche Verantwortung neben dem Platz verändert meine Rolle in der Mannschaft vor allem dahingehend, dass ich insgesamt mehr Aufgaben und eine größere Vorbildfunktion übernehme und auch abseits des Platzes als Ansprechpartner für die Jungs da bin. Dabei versuche ich, voranzugehen, Verantwortung zu zeigen und die Mannschaft auch außerhalb des Spiels zu unterstützen.

Tim, du bringst viel Erfahrung mit – wie lässt du diese ins Team einfließen?

Tim: Nach vielen Jahren im Männerfußball hat man natürlich einiges gesehen und erlebt. Ich versuche, meine Erfahrungen einzubringen und der Kabine bzw. der Mannschaft mit meiner Meinung und meinen Ansichten zu helfen. Auf dem Feld versuche ich, dem Team mit einer gewissen Ruhe in engen und stressigen Situationen zu helfen und junge oder unerfahrene Spieler durch gezielte Kommunikation zu unterstützen.

Wie ist die Stimmung innerhalb des Teams – auch in schwierigen Phasen?

Tim: Wir haben im Team eine wirklich gute Stimmung, die auch von schwierigeren Phasen nicht unbedingt getrübt wird. Natürlich ist die Stimmung zum Wochenstart nach einem Sieg eine andere als nach einem Dämpfer, was aber völlig normal ist und auch dazugehört. Meist werten wir das Spiel am ersten Trainingstag aus und sprechen im Nachgang noch einmal unter uns darüber. Am Mittwoch ist das Vergangene dann meist abgehakt und der Fokus liegt ganz und gar auf dem nächsten Spiel.

Jannik: Bei Erfolg ist sie natürlich immer gut, aber auch darüber hinaus war es über die Jahre hinweg stets unser Erfolgsrezept, dass es in der Mannschaft gestimmt hat und wir als Einheit auftreten. Nicht umsonst haben wir uns in den vergangenen Jahren oftmals aus schwierigen Phasen herausgekämpft.

Mit welchem Ziel geht ihr in das letzte Spiel?

Tim: Wir wollen natürlich noch die drei Punkte in Auerbach holen, um uns in der Tabelle noch einmal ordentlich nach vorn zu schieben. Je nach den Ergebnissen unserer Konkurrenten ist sogar noch ein Sprung auf den vierten Tabellenplatz möglich. Das wäre wirklich der perfekte Abschluss der Saison.

Redaktion / 23.06.2026

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