Schulanfängerin feiert ihren großen Tag

Marie Menzel aus Olbersdorf freut sich auf ihren bevorstehenden Schulanfang. Foto: Steffen Linke
Hurra, ich bin ein Schulkind und nicht mehr klein. Ich trag auf meinem Rücken ein Ränzelein. Für die sechsjährige Marie Menzel aus Olbersdorf beginnt, wie für die anderen Schulanfänger im Freistaat Sachsen, am Montag, 17. August, ein neuer Lebensabschnitt.
Olbersdorf. Schon ganz lange freut sich das Mädchen auf die Schule, „weil ich dort schreiben, lesen und rechnen lerne. Und ich will meiner großen Schwester nacheifern, die in die fünfte Klasse kommt.“ Marie wird in der Grundschule Olbersdorf in die Klasse 1 A eingeschult. Sie kennt zwar schon einige ihrer künftigen Klassenkameraden, die aber weniger aus ihrem Kindergarten kommen.
Marie kann unter anderem schon bis 40 zählen, ihren Namen schreiben und kleine Rechenaufgaben lösen. „Unser Kindergarten hat da gute Vorarbeit geleistet und die Mädchen und Jungen auf die Schule vorbereitet“, lobt ihre Mutti Michaela Menzel.
Ihre Eltern haben jedenfalls schon das Gefühl, dass ihr Kind reif für die Schule und die damit verbundenen Herausforderungen ist, „auch wenn Marie noch so eine kleine zarte Puppe ist.“ Ihre Tochter sei sehr wissbegierig, interessiert sich dabei für Dinge, die auch für die große Schwester relevant sind – unter anderem Bücher, Malerei, Tiere und Lexika.
Der Abschied aus der Kindertagesstätte „Bergblick“ in Olbersdorf fällt ihr sehr schwer: „Wir haben immer draußen gespielt, die Erzieherinnen waren sehr freundlich und ich hatte viele Freundinnen und Freunde.“ Die Kindertagesstätte selbst würde ihren Abschied sehr bedauern. „Wenn Marie geht, fehlt uns unser kleiner Sonnenschein“, so der Tenor. Jetzt würde sich ihre Tochter aber auf die bevorstehenden Aufgaben freuen, wie ihre Mutti betont. Von ihr zu Hause bis in die Grundschule Olbersdorf sind es circa 30 Minuten zu Fuß. „Den Schulweg proben wir noch“, sagt ihre Mutti. Im ersten Halbjahr bringen die Eltern ihre Tochter in die Schule.
An ihrem großen Tag, sprich der Schuleinführung am Samstag, 15. August, in der Grundschule Olbersdorf trägt Marie ein sommerliches Kleid mit ganz vielen bunten Schmetterlingen. Eine Variante für schlechtes Wetter gebe es nicht, sagt ihre Mutti. „Wir sind optimistisch, dass es schön wird“, ergänzt sie.
In diesem Zuge bekommt die Schulanfängerin ihre Zuckertüte überreicht. „Es wird nicht das größte Exemplar sein. Das haben wir schon mit ihr abgesprochen“, betont ihre Mutti. Das sei für Marie auch so in Ordnung. „Schließlich kommt es nicht auf die Größe, sondern den Inhalt an“, fügt sie hinzu. In der Zuckertüte sind ein paar Süßigkeiten und Überraschungen enthalten. Das Haltbarkeitsdatum der Naschereien schätzt ihre Mutti als relativ kurz ein. Marie sei nämlich eine kleine Naschkatze.
Die Familie Menzel feiert zu Hause im Garten mit circa 35 Personen aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis. Die große Schwerster würde auch ein paar Spiele für die Kinder vorbereiten – zum Beispiel Pinata. „Das kann lustig werden“, meint die Mutti.
Zum Kaffee gibt es reichlich Torte, verschiedene Kuchen und Eis. Zum Abendbrot Köstlichkeiten vom Grill wie Steaks, Bratwürste, Schnitzel und Salate. Marie hält bei den Feierlichkeiten sicher durch, bis der letzte Gast geht, glaubt ihre Mutti. Am Sonntag packen die Eltern dann mit ihr gemeinsam den Ranzen. Irgendwann soll sich das Mädchen darum allein kümmern. „Da mache ich mir keine Sorgen“, sagt Michaela Menzel. Die Mutti weckt Marie am Montag zum ersten Schultag, „weil ich um diese Zeit selbst zur Arbeit muss.“
Die Eltern wünschen ihrer Tochter viel Gesundheit, tolle Freunde in der Schule und dass sie genauso ein fleißiges Mäuschen wie ihre große Schwester wird.