Direkt zum Inhalt springen
Info & Kommentare

Stromnetz ausgebaut

Stromnetz ausgebaut

Die neue Leitung kann nun 700 statt wie bisher 360 Ampere transportieren. Foto: SachsenNetze

Neueibau. Sechs Millionen Euro für den Stromnetzausbau: SachsenNetze stellte jetzt die erneuerte Hochspannungstrasse zwischen Oberoderwitz und Neueibau vor. Die vier Kilometer lange Freileitung ist ein wichtiger Baustein im Stromnetzausbau in Ostsachsen. Die Leitung ist ein Ersatzneubau. Das heißt: Sie verläuft trassengleich zu der bisherigen Freileitungsanlage, deren technische Nutzungsdauer erreicht war. Die neue Leitung kann nun 700 statt wie bisher 360 Ampere transportieren. Das ist etwa so, als würde man eine Landstraße zu einer Schnellstraße ausbauen, auf der nun deutlich mehr Verkehr – also Strom – zugleich transportiert werden kann.

Die neuen Masten erfüllen außerdem die aktuellen Normen zur Eislast. Warum ist das wichtig? Wenn sich auf Stromleitungen im Winter viel Eis ansammelt, werden die Leitungen schwer und es entstehen größere Belastungen für die Masten. Darum sind stabile Masten erforderlich, die auch extremen Wetterbedingungen standhalten. 

Um die Stromversorgung auch während der Bauarbeiten zu gewährleisten, wurden im ersten Schritt Provisorien errichtet und die Leiterseile auf diese umgehangen. Anschließend konnten die alten Masten zurückgebaut und die Fundamente für die neuen Masten am gleichen Standort hergestellt werden. Nachdem der Beton ausgehärtet war, wurden die vormontierten Mastoberteile aufeinandergesetzt und die Maste montiert. Zunächst wurden die alten Leiterseile auf die neuen Maste übernommen, anschließend erfolgte der Rückbau der Provisorien sowie der Seiltausch.

Dr. Steffen Heine, Geschäftsführer der SachsenNetze: „Die baldige Fertigstellung des Ersatzneubaus ist ein wichtiger Baustein für den Netzausbau im Landkreis Görlitz und ganz konkret für die Erneuerung unserer Hochspannungstrasse zwischen dem Umspannwerk Hagenwerder im Landkreis Görlitz und dem Umspannwerk Schmölln im Landkreis Bautzen. Sobald hier alle Arbeiten fertig sind, wird es an dem Trassenabschnitt zwischen Oberoderwitz und Lawalde weitergehen, der ebenfalls erneuert und verstärkt wird.“

Die Stromnetze selbst geraten immer mehr an ihre Grenzen: Während insbesondere in den größeren Städten durch die zunehmende Digitalisierung und die Elektrifizierung im Wärmebereich der Strombedarf steigt, wächst in der Region die Anzahl der sogenannten „Einspeiser“: Immer mehr erneuerbare Energien-Anlagen bringen ihren Strom dezentral ins Netz. Um diesen neuen Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden, baut SachsenNetze derzeit massiv das Hochspannungsnetz aus und investiert allein im Jahr 2026 mehr als 300 Millionen Euro in den Stromnetzausbau. 
Umspannwerke werden fit und funktionsfähig gemacht, Hochspannungsleitungen gebaut und modernisiert.

Redaktion / 27.07.2026

Schlagworte zum Artikel

Was sagen Sie zu dem Thema?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Die Mail-Adresse wird nur für Rückfragen verwendet und spätestens nach 14 Tagen gelöscht.

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von uns im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder weiter gegeben. Weitere Informationen zum Datenschutz bei alles-lausitz.de finden Sie hier. Bitte lesen Sie unsere Netiquette.

Weitere aktuelle Artikel