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Werden auf dem Hutberg Mehrfamilienhäuser gebaut?

Werden auf dem Hutberg Mehrfamilienhäuser gebaut?

Der der Stadt zugewandte Hutberghang ist bislang von höchstens zweigeschossiger Bebauung und ausgedehnten Grünflächen geprägt.

Kamenz. Der Kamenzer Stadtrat hat auf einer seiner jüngsten Sitzungen entschieden, dem Antrag eines Investors auf „Vorbescheid zur Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern auf dem Hutberg“ zuzustimmen. Gleichzeitig wurde Oberbürgermeister Michael Preuß ermächtigt, einen städtebaulichen Vertrag mit dem Vorhabensträger abzuschließen. 

Zuvor war nichtöffentlich im Bau- und Stadtentwicklungsausschuss darüber beraten worden. Daraus resultierte unter anderem die Vorgabe, dass sich für die Stadt Kamenz und die anliegenden Grundstückseigentümer keine Kosten aus der Bebauung ergeben. Zudem soll der Investor prüfen, „ob eine Absenkung des Geländes um bis zu 1,50 Meter durchführbar ist, um die Höheneinordnung der Gebäude zu minimieren.“ Im Flächennutzungsplan sind die Flurstücke laut Beschlussvorlage als Wohnbaufläche ausgewiesen. 

Das Abstimmungsergebnis von 24 Ja-Stimmen bei jeweils einer Enthaltung und Ablehnung spiegelt allerdings nicht die Kontroversität der Diskussion wider. Zu deren Beginn sprachen sich laut Niederschrift mehrere Anwohner gegen das geplante Bauvorhaben aus. Dieses würde in „Form, Größe und Art den Charakter des Hutberges zerstören.“ Niemand sei gegen eine Bebauung, „aber nicht mit 14 Wohneinheiten und dieser Bauhöhe.“

Oberbürgermeister Michael Preuß erklärte demnach, dass „das Hutbergareal etwas Einmaliges für die Stadt Kamenz ist. Mit dieser Möglichkeit würde sich die Chance ergeben, junge Familien nach Kamenz zu holen.“ Es gehe auch um barrierefreies Bauen. Der Investor würde alle Kosten der medienseitigen Erschließung tragen. Mit der Zustimmung für den von ihm eingereichten Ergänzungsantrag würde sich der Stadtrat verpflichten, ein B-Planverfahren für das Hutbergareal einzuleiten. Auf Anfrage eines Stadtrates erklärte der OB, dass eine geringere Anzahl von Wohnungen „für den Investor unwirtschaftlich“ sei. Mit reduzierter Geschosszahl werde es „diese Bebauung nicht geben.“ Unterdessen hat sich eine Bürgerinitiative von Hutberg-Anwohnern gegründet. Wie Mitinitiatorin Sabine Lottes, die auch Städträtin ist, der „Sächsischen Zeitung“ sagte, gehe es nicht darum, dass überhaupt auf dem Hutberg gebaut wird, sondern um die Größe des Vorhabens.

Uwe Menschner / 24.06.2026

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