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„Wir führen die Chirurgie am St. Carolus weiter!“

„Wir führen die Chirurgie am St. Carolus weiter!“

Weiterbildung erwünscht: Chefarzt Dr. Karutz besitzt eine Weiterbildungsbefugnis für Basischirurgie und Gefäßchirurgie und gibt sein Wissen, wie hier im Operationssaal bei einer Hernien-OP, täglich an Nachwuchschirurgen (re.) weiter. Foto: Stephanie Häns

Seit dem 1. April leitet Dr. Ulrich Matthias Karutz die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäßchirurgie am Malteser-Krankenhaus St. Carolus. Der neue Chefarzt der Chirurgischen Klinik erläuterte dem Niederschlesischen Kurier die Herausforderungen seiner neuen Funktion.

Im vergangenen Jahr lief nicht alles rund am St. Carolus. Was war los und wie geht es weiter?

Dr. Karutz: Im vergangenen Jahr gab es Dissonanzen bei der Beurteilung der strategischen Entwicklung der Chirurgischen Klinik und des Malteser-Krankenhauses St. Carolus insgesamt. Das hat letztendlich dazu geführt, dass leider mehrere Chirurgen das Haus verlassen haben. Dies ist sehr bedauerlich. Inzwischen haben sich die Malteser aber konsequent zum Standort und dem Versorgungsauftrag bekannt. Die neue Geschäftsführung entwickelt gemeinsam und in enger Abstimmung mit der Belegschaft zukunftsfähige Konzepte. Dazu zählen konkrete Projekte und letztendlich finanzielle Zusagen zu deren Umsetzung. In diesem Jahr werden wir Investitionen von über 500.000 Euro im St. Carolus realisieren können. Dabei investieren wir hauptsächliche in die Ultraschalltechnik und die Ausstattung des Operationssals. Wir führen die Chirurgie am St. Carolus weiter und schauen jetzt positiv in die Zukunft.

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Stellen Sie auch wieder Personal ein?

Dr. Karutz: Unser Hauptaugenmerk in der Chirurgie liegt derzeit in der Qualität der medizinischen Leistungen. Obwohl wir im Augenblick weniger Ärzte beschäftigen, gelingt es uns, in allen Hauptspielorten unseres Bereiches eine weiterhin hohe medizinische Qualität abzusichern. Dazu gehören Bereitschaftsdienste, die Stationsarbeit, die Tätigkeit im Operationssaal, chirurgische Sprechstunden und die Notfallambulanz. Die hohe Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichert dies ab. Das ist eine ganz großartige Teamleistung! Wir werden nun neue qualifizierte Kollegen einstellen, damit wir die Qualität dauerhaft absichern. Dazu sind wir bereits in Gesprächen mit guten chirurgischen Fachärzten. Anfang Mai werden zwei neue Kollegen kommen. Sie sind Fachärzte und werden Oberarztstellen besetzen. Mit weiteren drei ärztlichen Kollegen sind wir im Gespräch. Sie werden voraussichtlich im Verlauf dieses Jahres eingestellt.

Werden Sie das Behandlungsspektrum am Malteser-Krankenhaus einschränken?

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Dr. Karutz: Wir werden das bisherige Spektrum meines Vorgängers in der chirurgischen Klinik des Malteser-Krankenhauses im Wesentlichen weiterführen. Das betrifft gefäßchirurgische Operationen, die Spezialisierung auf den diabetischen Fuß, Operationen am Mast- und Dickdarm und insbesondere die Bauchoperationen per „Knopflochtechnik“, die einen minimalinvasiven Eingriff darstellt.

Wie soll ein Darmkrebszentrum aussehen?

Dr. Karutz: Wir denken über neue Strukturen nach. Einerseits soll ein Organzentrum entstehen. Aber gleichzeitig wollen wir auch neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Viszeralchirurgie, das heißt der Bauchraumchirurgie und der Gastroenterologie einführen, also der internistischen Behandlung von Magen-Darmerkrankungen. Das heißt beispielsweise, dass der Patient von beiden Fachspezialisten betreut wird. Das ermöglicht uns, in Abstimmung beider Sparten die Diagnose schneller und effektiver durchzuführen. Die Behandlungskonzepte werden von beiden Kollegen getragen.

Was macht die Arbeit am St. Carolus besonders?

Dr. Karutz: Herausheben möchte ich die besondere Atmosphäre des Hauses. Als ausgesprochen angenehm empfinde ich die persönliche Zuwendung zu den Patienten, die insbesondere über unsere Schwestern und Pfleger und über meine ärztlichen Kollegen, aber auch über alle weiteren Dienste im Krankenhaus, dem Patienten seinen Aufenthalt im Haus so angenehm als möglich gestalteten.

Redaktion / 03.05.2019

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