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Zum Fest würde sie gern zaubern können

Zum Fest würde sie gern zaubern können

Die Fernseh- und Theaterschauspielerin Simone Ritscher stammt aus Bautzen. In der Adventszeit plant sie einen Abstecher in ihre alte Heimat. Pressefoto

Fans der Fernsehserie „Sturm der Liebe“ ist Simone Ritscher sicherlich im Gedächtnis geblieben. Von 2011 bis 2013 mimte die gebürtige Bautzenerin in der ARD-Produktion eine Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Als Doris von Norden führte sie dabei nicht immer Gutes im Schilde. Aktuell flimmern die alten Folgen mit ihr noch einmal über die Mattscheibe. Inzwischen ist es auf dem Bildschirm etwas ruhiger um die Schauspielerin geworden. Nach dem Ausscheiden aus der Seifenoper konzentriert sie sich wieder verstärkt auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Ob da genug Zeit bleibt, um sich auf das kommende Weihnachtsfest in Ruhe und Besinnlichkeit vorzubereiten, das verriet sie im Gespräch mit dem Oberlausitzer Kurier.

Frau Ritscher, vermissen Sie die Sturm-Ära?

Simone Ritscher: Auf jeden Fall erinnere ich mich sehr gern an diese Zeit zurück und hätte große Freude daran, nochmals am „Fürstenhof“ aufzutauchen.

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Als Sie die Rolle der Doris von Norden innehatten, mussten Sie sicherlich fast täglich vor der Kamera posieren – auch während der Adventszeit. Wie haben Sie vor diesem Hintergrund die Vorbereitungen auf das Fest und die Arbeit am Set unter einen Hut bekommen?

Simone Ritscher: Da ich damals noch in Hamburg wohnte, war das gar nicht so leicht. Doch ich habe die Aufgaben perfekt an meine Familienmitglieder verteilt, hab die Geschenke in München besorgt und an den Heimflug-Wochenenden vor dem Fest alles vorbereitet. Wir hatten ja glücklicherweise schon vor dem 24. Dezember drehfrei bis ins neue Jahr, sodass ich rechtzeitig zu Hause war.

Inwieweit können Sie es inzwischen stressfreier angehen lassen?

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Simone Ritscher: Nun, da ich mittlerweile in Berlin zu Hause bin und im Dezember nicht weg muss – kein Problem

Wie werden Sie in diesem Jahr Weihnachten feiern und mit wem, gibt es womöglich ein bestimmtes Ritual, das Sie alljährlich pflegen?

Simone Ritscher: Weil mein Mann leider nicht bei uns sein kann, werde ich mit meinem Sohn und dessen Frau zusammen sein. 

Welche Bräuche haben Sie eventuell aus Ihrer früheren Heimat Bautzen mitgenommen?

Simone Ritscher: Ich habe viele Weihnachtsrituale von meinen Eltern übernommen. Eine große Tanne, alles festlich geschmückt, viiiiel zu essen, zu viele Geschenke, Spiele machen, Musik hören, reden, Geschichten erzählen.

Mit welchen kulinarischen Genüssen verwöhnen Sie sich selbst und Ihre Gäste an den Festtagen? 

Simone Ritscher: Es wird Puten- und Gänsekeulen geben mit Kartoffeln, Apfelrotkraut und mit Pinienkernen und Gorgonzola überbackenem Wirsingkohl.

Wer sorgt für das Essen, das auf den Tisch kommt?

Simone Ritscher: Ich. Und das gern.

Wie viel Vorfreude steckt in Ihnen bezogen auf die heraneilende Weihnachtszeit?

Simone Ritscher: Da mein Mann aufgrund einer schrecklichen Krankheit im Hospiz sein muss, hält sich meine Vorfreude in Grenzen. Wehmut, Sehnsucht und schöne Erinnerungen gehören besonders in diesen Tagen nun schon seit längerer Zeit für meinen Sohn und mich dazu.

Welche Bedeutung hat für Sie das Fest der Liebe und was wünschen Sie sich in dem Zusammenhang?

Simone Ritscher: Leider kann ich nicht zaubern. Doch es macht mich glücklich, mit meinem Sohn und meiner Schwiegertochter eine besinnliche, gemütliche und liebevolle Zeit miteinander zu verbringen. Meine Familie bedeutet mir unendlich viel. Auch Freunde. Mögen all die Menschen, die ich liebe gesund bleiben und achtsam miteinander umgehen.

Jetzt sind Sie nicht nur Schauspielerin sondern auch bildende Künstlerin. Inwieweit landen Ihre Werke auch mal als Geschenk unterm Christbaum?

Simone Ritscher: Das kam schon vor.

In Bautzen hat der 636. Wenzelsmarkt seine Tore geöffnet. 2019 gibt es dort erstmals eine Eisbahn und Eisstockschießen. Inwieweit reizt Sie dieses Angebot, um Ihrer Geburtsstadt einen Besuch abzustatten?

Simone Ritscher: Vielleicht fahre ich im Dezember noch mal nach Bautzen. Da meine Eltern leider beide schon tot sind, würde ich deren Grab besuchen und einen nostalgischen Spaziergang durch das wunderschöne Städtchen machen. Ein Besuch auf dem Wenzelsmarkt und das Stöbern im Senflädchen gehören dann dazu.

Wann werden die Spreestädter Sie am Bautzener Theater wieder einmal in Aktion erleben können?

Simone Ritscher: Danach sieht es nicht aus. Leider gibt es momentan keine Pläne in dieser Hinsicht.

Frau Ritscher, gestatten Sie uns eine letzte Frage. Wenn Sie in Ihrer früheren Heimat zu Gast sind, werden Sie dann von dem einen oder anderen ohne Weiteres erkannt und pflegen Sie selbst hier zu Lande noch Freundschaften?

Simone Ritscher: Ja, die Bautzener kennen mich noch. Und in meiner Heimatstadt tut das besonders gut, da ich die Menschen dort besonders mag und ich mich sehr, sehr gern an meine wunderschöne Kinder- und Jugendzeit erinnere. Ich habe auch noch Kontakt zu netten Leuten, die ich beispielsweise von meiner Schulzeit am Schiller-Gymnasium (damals EOS) kenne, oder zu Nachbarn von meinem Elternhaus. Außerdem wohnt meine Schwester in Dresden.

Roland Kaiser / 30.11.2019

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