Zum Gedenken an Samuel Hoffmann

Für die Familie Hoffmann wurden die drei ersten Stolpersteine in Bischofswerda verlegt.
Bischofswerda. Am 1. Juli 1876, also vor genau 150 Jahren, wurde Samuel Hoffmann geboren. Dem Betreiber eines Textilwarenhandels in Bischofswerda ist (neben seiner Frau Friderike und der Tochter Hella) der erste Stolperstein gewidmet, der (am 1. August 2015) durch den Künstler Gunter Demnig in Bischofswerda verlegt wurde. Im Rahmen der Judenverfolgung wurden sie 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert. Friderike starb wahrscheinlich bereits in diesem Lager, während Samuel als schwer verletzter Häftling durch das Schweizer Rote Kreuz „freigekauft“ werden konnte. Ihre Tochter Hella Hoffmann emigrierte bereits 1933 aus Sorge vor den erstarkenden Nationalsozialisten nach Brasilien.Nach dem Krieg kehrte Samuel Hoffmann nach Bischofswerda zurück und zog 1947 nach Dresden, wo er am 17. Februar 1952 starb.