Vortrag: Brunnen von Gestewitz

Rätsel der Mittelbronzezeit werden entschlüsselt Foto: LfA Sachsen
Kamenz. Das Museum der Westlausitz lädt am Dienstag, 11. August, 19.00 Uhr, zu einem archäologischen Vortrag ins Elementarium Kamenz ein, bei dem der bislang einzig gesicherte Befund der Mittelbronzezeit in Sachsen im Mittelpunkt steht. Die Referenten Germo Schmalfuß und Dr. Florian Innerhofer vom Landesamt für Archäologie Sachsen erläutern anhand ausgewählter Aspekte den aktuellen Forschungsstand von der Mittelbronzezeit bis zum Beginn der Spätbronzezeit. Der dramatische Rückgang archäologischer Quellen in Sachsen zum Ende der frühen Bronzezeit setzt sich auch zu Beginn der Mittelbronzezeit fort, die als Vorlausitzer Kultur bezeichnet wird.
Aus dieser Periode existieren lediglich wenige Bronzestreufunde sowie nunmehr einen sicher datierten Befund – den Brunnen von Gestewitz. Etwa ab der Stufe Bz C2, also ab rund 1450/1400 vor Christus, ändert sich die Quellenlage grundlegend, denn die Lausitzer Kultur tritt in vielen Gebieten plötzlich und flächendeckend in Erscheinung.
Der Vortrag bietet somit einen seltenen Einblick in eine bislang quellenarme Epoche der sächsischen Urgeschichte und beleuchtet die Bedeutung des Brunnenfundes für die Forschung.