Astrophysiker greifen der Sternwarte unter die Arme

Sternfreunde Torsten Weber, Friedolin Dammann, Christoph Ebermann und Kay Gruhl (von links) freuen sich auf neue Möglichkeiten für Himmelsbeobachtungen. Foto: Kay Gruhl
Görlitz. Die Sternwarte Görlitz ist in das internationale Netzwerk optischer Teleskope BH TOM (Black Hole Target Observation Manager) integriert worden. Die Plattform wird vom Astronomischen Observatorium der Universität Warschau betrieben und dient der Koordination von Beobachtungskampagnen, der Verwaltung astronomischer Messdaten sowie deren wissenschaftlicher Auswertung. Die Einbindung von Görlitz hat Astrophysikerin Konstancja Satalecka vom DZA koordiniert. „Unsere Aufgabe ist es, lokale Beobachtungen so zu koordinieren, dass sie wissenschaftlich nutzbar werden und zugleich für alle Beteiligten nachvollziehbar bleiben“, erklärt sie. Neben dem DZA sind die Universität Warschau, die Universität Grünberg/Schl. (Zielona Góra) sowie die Universität Thorn (Toruñ) an dem Projekt in Görlitz beteiligt. Dr. Michal Zejmo von der Universität Grünberg und und Agnieszka Gurgul von der Universität Thorn arbeiteten mit den Sternfreunden vor Ort an der Erfassung,
Künftig soll mit den Görlitzer Sternfreunden und polnischen Partnern ein Bildungsprogramm für Schüler aufgebaut werden, das Grundlagen der Beobachtungsplanung, Datenerfassung und Analyse astronomischer Daten vermittelt, etwa zu variablen Sternen, Exoplaneten oder Asteroiden. Auch die technische Weiterentwicklung der Sternwarte soll profitieren, etwa bei der Inbetriebnahme von Hard- und Software sowie bei der Automatisierung der Beobachtungen.