DRF rettet auch künftig aus der Luft

Die DRF, hier Pilot Georg Hein bei der Einsatz-Nachbereitung, bleibt für die Luftrettung am Standort Bautzen zuständig. Foto: Archiv
Bautzen. Im Rahmen eines öffentlichen Vergabeverfahrens hat die DRF Luftrettung den Zuschlag für den weiteren Betrieb der Luftrettungsstation in Bautzen erhalten.
„Damit bleibt der Rettungshubschrauber Christoph 62 auch künftig für die Menschen in und um Bautzen im Einsatz. Die Besatzungen der Station sind weiterhin rund um die Uhr einsatzbereit und gewährleisten eine hochwertige notfallmedizinische Versorgung“, erklärt das Unternehmen in einer ersten Reaktion.
Besonders wertvoll sei dabei die zusätzliche Ausstattung mit einer Rettungswinde, die Einsätze in schwer zugänglichem Gelände erst ermöglicht. Zum Einsatzprofil der Bautzener Luftretter zählen auch Nachtflüge: „Bereits vor Jahren hat unsere Luftrettungsorganisation spezielle Verfahren für nächtliche Einsätze entwickelt. Das Konzept umfasst den Einsatz von zwei Piloten mit Instrumentenflugberechtigung (IFR), ein Satellitennavigationssystem mit digitaler Karte, die Einhaltung spezieller Anflugprofile, für den Instrumentenflug ausgerüstete Hubschrauber mit Hochleistungsscheinwerfern und den Einsatz von Nachtsichtbrillen“, erklärt die DRF dazu. Schließlich kam erst in den letzten Jahren das Einsatzgebiet der Wasserrettung mittels Seilwinde hinzu, das die DRF-Piloten und -Sanitäter regelmäßig gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Bautzen üben.
Die Bautzener Luftretter sind mit einem Hubschrauber des Typs Airbus H145 mit Fünfblattrotor und Rettungswinde im Einsatz. Dadurch sind Rettungseinsätze rund um die Uhr in schwer zugänglichem Gelände – etwa in topografisch anspruchsvollen Regionen wie der Sächsischen Schweiz – möglich. Die DRF Luftrettung verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Windenrettung, in Bautzen wird die Rettungswinde seit Anfang 2019 eingesetzt. „Wir danken dem Freistaat Sachsen für das Vertrauen in die DRF Luftrettung und freuen uns darauf, die Patientenversorgung durch die Luftrettung auch in Zukunft nachhaltig zu stärken“, so Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung.