Schauschnitzen auf dem Eibauer Beckenberg

Rohe Baumstämme verwandeln sich innerhalb kurzer Zeit in ausdrucksstarke Skulpturen. Foto: privat
Eibau. Von Donnerstag, 14. Mai, bis Sonntag, 17. Mai, wird der Beckenberg in Eibau erneut zum Treffpunkt internationaler Holzkunst: Der Verein „Freunde des Beckenbergs“ lädt zum Internationalen Kettensägen-Schnitzertreffen ein. Insgesamt 45 Künstlerinnen und Künstler aus 21 Nationen reisen an, um live vor Publikum aus massiven Holzstämmen beeindruckende Skulpturen zu schaffen.
Im Mittelpunkt steht dabei eine besondere Form der Holzbildhauerei – das Kettensägenschnitzen. Was zunächst nach grober Arbeit klingt, erweist sich als anspruchsvolle Kunstform, die Kraft, Präzision und Erfahrung vereint. Mit der Motorsäge wird zunächst die Grundform aus dem Holz herausgearbeitet, anschließend entstehen mit feineren Werkzeugen, Fräsen und Schleifmitteln detailreiche Figuren und Strukturen. So verwandeln sich rohe Baumstämme innerhalb kurzer Zeit in ausdrucksstarke Skulpturen – diesen Prozess können die Besucher direkt vor Ort miterleben.
An allen Veranstaltungstagen können Gäste den Künstlern täglich ab 10.00 Uhr beim Schauschnitzen über die Schulter schauen. Ein besonderer Höhepunkt ist das sogenannte Speedcarving: Unter Zeitdruck fertigen die Teilnehmer innerhalb weniger Minuten eine Skulptur an. Dabei zählen neben handwerklichem Können vor allem Kreativität und die künstlerische Idee. Die entstandenen Werke werden im Anschluss versteigert.
Das viertägige Treffen – traditionell am Himmelfahrtswochenende – hat sich zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in der Oberlausitz entwickelt und zieht jährlich rund 6.000 Besucher an. Neben den Schnitzvorführungen erwartet das Publikum ein regional geprägter Markt mit Handwerk, Händlern und Vereinen sowie Livemusik und gesellige Abende am Lagerfeuer.
Mitmachaktionen, kreative Stationen und ein abwechslungsreiches Umfeld sorgen laut Veranstalter dafür, dass der Besuch für alle Generationen zu einem Erlebnis wird. Kulinarisch wird das Wochenende durch regionale Spezialitäten und unterschiedliche Angebote ergänzt.
Ein Teil der während des Treffens entstehenden Holzskulpturen – insbesondere Sitzbänke – verbleibt dauerhaft auf dem Beckenberg und entlang der Wanderwege. So entstehen langfristig nutzbare Kunstwerke im öffentlichen Raum, die Natur und Kultur miteinander verbinden und die Region bereichern.
Parkmöglichkeiten stehen am Volkshaus, Jahnstraße 6, in Eibau zur Verfügung. Von dort bringt ein Shuttle-Service die Besucher bequem zum Veranstaltungsgelände. Für das Parken wird eine geringe Gebühr erhoben. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.