CDU will weitere Sanierung der Czorneboh-Baude

Die Czorneboh-Baude befindet sich im Eigentum der Stadt Bautzen und hat eine hohe touristische und kulturhistorische Bedeutung. Foto: Archiv
Bautzen. Die CDU-Fraktion im Bautzener Stadtrat möchte erreichen, dass die Sanierung der Czorneboh-Baude fortgesetzt wird. Einen entsprechenden Beschlussantrag hatte die Fraktion für die jüngste Stadtratssitzung am vergangenen Mittwoch eingereicht, aufgrund von noch vorhandenem Klärungsbedarf allerdings wieder zurückgestellt.
In dem Antrag heißt es unter anderem: „Die Czorneboh-Baude befindet sich im Eigentum der Stadt Bautzen und hat eine hohe touristische und kulturhistorische Bedeutung. In den Jahren 2014 bis 2016 wurde die Baude grundhaft saniert und anschließend verpachtet.“ Bereits seit einigen Jahren diskutiert, aber noch nicht umgesetzt wurde demnach die Sanierung des Turmes.
Weiterhin seien – „entgegen den Planungen von 2014“ – keine Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen worden. Diese seien jedoch notwendig, um „die Attraktivität der Baude zu erhöhen.“ Zudem sollen die Außenanlagen gestaltet und eine Baumpflege durchgeführt werden, um die Rundum-Sicht vom Turm zu verbessern. Die CDU-Fraktion beantragt einen Grundsatzbeschluss, um „eine verbindliche Grundlage zur weiteren Planung, zur Ermittlung der Kosten und zur Prüfung möglicher Fördermittel“ zu schaffen. Im Falle eines Beschlusses sollen im Haushaltes 2027 die entsprechenden Mittel eingeordnet werden.
Die Stadtverwaltung äußert sich in ihrer Stellungnahme eher zurückhaltend. Die Bautzener Stadträte hätten entschieden, im Zuge der umfangreichen Baumaßnahmen 2014 bis 2016 nur den Gaststättenbereich zu sanieren: „Für mehr als eine Million Euro wurden unter anderem Wasser- und Abwasseranlage, Küche, Elektroinstallation und das Dach komplett erneuert. Auch die Zufahrtsstraße von Halbau aus, wurde in diesem Zusammenhang neu ausgebaut.“
Die vom damaligen Pächter vorgesehenen Ausbauarbeiten zur Herstellung von Übernachtungsmöglichkeiten seien nicht weiterverfolgt worden. Im Haushaltsentwurf 2026 seien 150.000 Euro für zwingend notwendigen Reparaturen und Sicherungsmaßnahmen enthalten, weitere Investitionen seien auch in den Folgejahren nicht vorgesehen. Ein Grundsatzbeschluss könne aufgrund fehlender Kapazitäten bis zur Sommerpause nicht vorgelegt werden. Die Verwaltung schlägt vor, den Planungsaufwand zu schätzen und in Abhängigkeit von der finanziellen Situation im Haushalt 2027 zu berücksichtigen.