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Ein unentdecktes Ausflugsziel

Ein unentdecktes Ausflugsziel

Eine interessante Erlebniswelt mitten in der Natur befindet sich in der Nachbarschaft des Caolinwerkes Caminau. Foto: Carmen Schumann

Noch sind Schulferien in Sachsen. In Caminau befindet sich eine Sehenswürdigkeit, die noch ihrer Entdeckung harrt. Der Biotopverbund bietet Attraktionen, die Alt und Jung gleichermaßen begeistern können.

Caminau. Man muss schon genau aufpassen, wenn man auf der B 96 von Königswartha kommend das Hinweisschild auf den Biotopverbund Caminau nicht verpassen will. Kurz hinter dem Fischteich gilt es, rechts abzubiegen und das Auto nach wenigen Metern auf dem Parkplatz abzustellen. Dann eröffnet sich eine interessante Erlebniswelt mitten in der Natur. Auf mehreren ausgeschilderten Pfaden kann man den Biotopverbund erkunden. 

Das Gelände ist eine Renaturierungsfläche des benachbarten Kaolinwerkes Caminau, die vor 21 Jahren für die Öffentlichkeit freigegeben wurde. Mithilfe von ABM-Kräften, also Teilnehmern von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des damaligen Förderwerkes für die Land- und Forstwirtschaft, entstanden nach und nach die Attraktionen, die es sich zu entdecken lohnt. 

So wurde ein riesiger Waldspielplatz eingerichtet mit einem benachbarten „Grünen Klassenzimmer“. Ein Amphitheater wartet darauf, bespielt zu werden. Neben dem Amphitheater führt ein Weg hinauf zur künstlichen Burgruine, die für viele Besucher der absolute Höhepunkt des Rundganges ist. Doch es lohnt sich, ein paar Schritte weiter zu gehen. An einem Aussichtspunkt bietet sich ein Blick über das noch aktive Tagebaugelände des Kaolinwerkes.

Etwas abseits des Hauptweges kann man den dendrologischen Lehrpfad erkunden. Das ist eine Sammlung von Gehölzen aus aller Welt. Neben einheimischen Gewächsen wie zum Beispiel Rotbuche, Ahorn, Linde, Birke, Holzapfel, Wildbirne oder Baumhasel, finden sich auch exotische Gehölze, wie Kaukasusfichte, Atlaszeder oder Mammutbaum. Exotisch mutet auch das „Arboretum Sinensis“ an, eine Sammlung von Pflanzen aus dem chinesischen, japanischen und südsibirische Raum. Symbol dieser Pflanzensammlung ist das „Heilige Tor von Miyajima“, dessen Original sich in Japan befindet. 
Interessant ist auch der Totholzpark. Auch wenn es paradox klingt, Totholz steht in der Natur für den Neubeginn des Lebens. Denn das sogenannte Totholz bietet einer Vielzahl von Organismen Unterschlupf, die sich im Laufe der Evolution an diesen Lebensraum angepasst haben. Totholz entsteht durch das Absterben von Bäumen und Ästen durch biologische oder physische Ereignisse, wie Brand, Blitzschlag oder Pilzbefall.

Schautafeln erinnern zudem an die Entwicklung des Biotopverbundes. Das Caminauer Kaolinwerk beweist mit der Einrichtung dieses Landschaftsparkes, dass industrieller Bergbau und Natur miteinander in Einklang gebracht werden können.
Geöffnet ist der Biotopverbund täglich von 8 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.

Carmen Schumann / 05.08.2026

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