Eine Freundschaft unter Schriftstellern

Klaus Günzel war studierter Bibliothekar und langjähriger Mitarbeiter der altehrwürdigen Zittauer Christian-Weise-Bibliothek. Foto: Veranstalter
Zittau. Der Wissenschaftliche und Heimatgeschichtliche Altbestand der Christian-Weise-Bibliothek Zittau lädt am Mittwoch, 29. Juli, um 18.30 Uhr, zu einem Vortrag von Uwe Kahl „Klaus Günzel und Günter de Bruyn – eine Schriftstellerfreundschaft“ in die Räumlichkeiten Lisa-Tetzner-Straße 11 ein. Günter de Bruyn, studierter Bibliothekar und bald schon als freier Schriftsteller tätig, war nicht nur in der DDR, sondern weit darüber hinaus bekannt und erfolgreich. Literaturpolitische Turbulenzen im Osten Deutschlands in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre, ausgelöst durch die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann sowie den nachfolgenden Protest zahlreicher Kulturschaffender der DDR, stellten auch Günter de Bruyns zeitgenössisches literarisches Schaffen in Frage.
So wandte er sich seinerzeit der Kultur- und Literaturgeschichte der Mark Brandenburg zu. Vor allem mit der literarischen Romantik beschäftigte er sich danach.
Klaus Günzel war ebenfalls studierter Bibliothekar und langjähriger Mitarbeiter der altehrwürdigen Zittauer Christian-Weise-Bibliothek. Schon als junger Bibliothekar hatte er angefangen, sich nebenbei als Vortragsredner und Autor zu betätigen.
Später wurde dann auch Klaus Günzel freischaffender Schriftsteller. Sein Hauptinteresse galt dabei der Literatur der deutschen Romantik.
Das beiderseitige Interesse für die Romantik war dann auch der Grund dafür, dass Klaus Günzel und Günter de Bruyn Ende 1977 in brieflichen Kontakt miteinander traten. Die Initiative dazu ging von Klaus Günzel aus und wurde von Günter de Bruyn sofort und bereitwillig mit großem Interesse aufgegriffen.
Schnell zeigte sich in dem Briefwechsel, dass sich da nicht nur zwei Schriftsteller gefunden hatten, sondern vor allem auch zwei Bibliothekare. Intensiv war der gegenseitige Austausch zur Literatur, zu einzelnen Autoren und konkreten Büchern.
Der Vortrag bietet eine interessante und informative Auswahl aus dem umfangreichen Briefwechsel von Günter de Bruyn und Klaus Günzel.