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Große Vorfreude auf das Stadtjubiläum

Große Vorfreude auf das Stadtjubiläum

Norman Reitner als Bischof Benno, Serdar Reitner als Napoleon, Gert Ullrich als Ritter von Cannewitz und Gottfried Brückner als König Friedrich August I. agieren im Sommer bei dem Historienspiel auf der Waldbühne Bischofswerda. Eine Festtagstorte wurde von der Konditorei Kalt hergestellt. Foto: Carmen Schumann

Bischofswerda – unter Einheimischen auch gerne Schiebock genannt – feiert im kommenden Jahr sein 800. Jubiläum. Man bezieht sich dabei auf die urkundliche Ersterwähnung, die am 26. März 1227 erfolgte. Der Plan für 2027 steht. Erste Aktivitäten gibt es bereits in diesem Jahr.

Bischofswerda. Der Jahreswechsel von 2026 auf 2027 wird in Bischofswerda ein besonderer sein. Statt individuell ins neue Jahr zu rutschen, sind die Bischofswerdaer eingeladen, zur ersten großen öffentlichen Silvesterparty auf den Altmarkt zu kommen. Diese bildet den Auftakt zum Jubiläumsjahr „800 Jahre Bischofswerda“. Ab 18 Uhr verwandelt sich der Altmarkt in eine große Open-Air-Bühne. Es spielen die Queen-Tribute Show MerQury und die bekannte Partyband Jolly Jumper. Den Höhepunkt bildet das große Silvesterfeuerwerk. Der Ticketvorverkauf ist am 15. September gestartet, über eventim.de sowie die lokalen Vorverkaufsstellen der Region.

Die Vorbereitungen für ein solches Jahrhundert-Ereignis, das nicht alle Generationen erleben dürfen, laufen seit rund anderthalb Jahren. 50 Ehrenamtler haben in zehn Arbeitsgruppen mit viel Herzblut die inhaltlichen Schwerpunkte für das Festjahr herausgearbeitet. Bischofswerdas Oberbürgermeister Holm Große ist unglaublich froh über die finanzielle Unterstützung durch zahlreiche Sponsoren, denn mit der wie überall klammen Stadtkasse allein hätte man den Kraftakt wohl nicht bewältigen können. Bis jetzt sind über 117.000 Euro an Sponsorenleistungen zusammengekommen. Wessen Herz für Schiebock schlägt, der kann sich auch jetzt noch am Sponsoring beteiligen. „Jeder Euro zählt“, sagt der Oberbürgermeister.

Was erwartet nun die Schiebocker und ihre Gäste im einzelnen? Die Organisatoren haben sich in den Nachbarstädten umgesehen, wie diese ihre Feste feiern, und wollen einiges etwas anders machen. Sie habe ja einige Pfunde, mit denen sie wuchern können. So soll das neue Kommunal- und Kulturzentrum, das frühere Kulturhaus, mit einem Festakt am 5. Juni 2027 nach dem Umbau wiedereröffnet werden. Der Schülerchor des Bischofswerdaer Gymnasiums studiert dazu einen eigens dem Stadtjubiläum gewidmeten Song ein. Erarbeitet wird das Stück gemeinsam mit Felix Räuber, ehemals „Polarkreis 18-Mitglied, der am Festabend persönlich vor Ort sein wird. Am Tag danach zieht der große Festumzug durch die Stadt. In sechs Blöcke unterteilt, werden 77 Schaubilder zu sehen sein. Mindestens 700 Teilnehmer werden den Umzug gestalten, der unter dem Motto steht „Durch die vier Jahreszeiten“.

Vom 5. bis zum 13. Juni findet die Festwoche statt, bei der bewusst neue Wege gegangen werden sollen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die möglichst große Zahl an Programmpunkten, sondern eine gemeinsame Erzählung. Die Festwoche folgt einer klaren inhaltlichen Dramaturgie. Die Leitmotive Wurzeln, Gemeinschaft, Vielfalt und Zukunft bilden die inhaltliche Klammer. Den Abschluss der Festwoche bildet am Sonntag das traditionelle Schiebock-Rennen.
Die Waldbühne Bischofswerda wird 2027 zum Schauplatz von gleich zwei Inszenierungen. Nach den traditionellen Karl-May-Spielen folgen vom 20. August bis zum 12. September Aufführungen von „Der Kniefall von Bischofswerda“, eines historischen Stücks um die erste urkundliche Erwähnung Bischofswerdas im Jahr 1227. Initiator des Stückes ist in bewährter Weise Uwe Hänchen, der „Oberhäuptling“ der Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“. Sogar Oberbürgermeister Holm Große wird in dieser Inszenierung mitwirken.

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Sommer gehen in der zweiten Jahres-hälfte die Höhepunkte Schlag auf Schlag weiter. Unter anderem gibt es dann eine Herbstmarkt mit Handwerkermarkt und Biermeile.

Carmen Schumann / 22.09.2026

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