Herbstliches Totengedenken in Görlitz

Die Stillen Tage stehen an. Impression zwischen Hildesheim und Barienrode. Foto: Till Scholtz-Knobloch
Görlitz. Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit bereitet sich die Verwaltung des Städtischen Friedhofs in Görlitz auf den Winter vor. Am Montag, 2. November, wird das Wasser an den Entnahmestellen abgestellt. Zugleich stehen im November die Erinnerung an Verstorbene und die Friedhofskultur im Mittelpunkt: Am 10. November um 17.00 Uhr führt Matthias Wenzel durch die Ausstellung „Zu guter Letzt“ in der Alten Feierhalle, Schanze 11 b. Am 14. November, 14.00 Uhr, folgt unter dem Titel „Unvergessen!“ eine Gedenkführung zum Volkstrauertag. Treffpunkt ist die Freitreppe am Krematorium. Die Führung führt zu Denkmalen und Grabstätten für die Gefallenen und zivilen Opfer der beiden Weltkriege; außerdem wird die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge vorgestellt. Statt eines Eintritts werden Spenden für den Volksbund gesammelt.
Instandsetzungen und Aufwertungen
Auch auf den Friedhöfen hat sich einiges getan. Auf dem Alten Friedhof ersetzt ein neuer Büchertauschschrank in der Spirale die defekte Bücherkiste. Er wurde durch Spenden finanziert und bietet eine bessere Übersicht. An der Grabstelle von Minna Herzlieb wurde das 1887 von der Weimarer Goethe-Gesellschaft errichtete Gitter dank einer zweckgebundenen Spende restauriert. Rost wurde entfernt, der Anstrich erneuert und die goldfarbenen Verzierungen sowie die historischen Tafeln sind wieder deutlicher zu erkennen. Auf dem Neuen Friedhof weist ein neues, von der griechischen Botschaft finanziertes Pultschild am mittleren Hauptweg den Zugang zur Kriegsgräber- und Gedenkstätte für das IV. Griechische Armeekorps. Die Ausführung übernahm die Magnet Werbeagentur. Auf dem Jüdischen Friedhof wurde ein Sturmschaden am Grabmal der Familie Dienstag behoben. Nachdem im Juni ein Spitzahorn abgebrochen war und eine Ziervase beschädigt hatte, stellte die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien 1.900 Euro für die Restaurierung bereit.