Meilenstein für das Kommunalzentrum

Oberbürgermeister Holm Große (rechts) und SAKD-Direktor Thomas Berndt bei der Mietvertragsunterzeichnung inmitten der KKB-Baustelle. ⋌Foto: Stadt Bischofswerda

Auf der Baustelle des neuen KKZ befinden sich derzeit Trockenbau- und Innenputzarbeiten in vollem Gange.
Bischofswerda. Beabsichtigt war es von Anfang an, doch nun ist es auch amtlich: Die Sächsische Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung (SAKD) zieht in das zukünftige Kommunal- und Kulturzentrum Bischofswerda (KKB), zu dem das frühere Kulturhaus derzeit umgebaut wird, ein. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten unlängst deren Direktor Thomas Berndt und der Bischofswerdaer Oberbürgermeister Prof. Holm Große. Die SAKD wird an ihrem neuen Standort 700 Quadratmeter Bürofläche und damit deutlich weniger als an ihrem bisherigen Sitz, dem Haus Bischofsstraße 18, nutzen. Dort standen ihr etwa 1.000 Quadratmeter für 29 Mitarbeiter zur Verfügung. „Mit der Neuanmietung der modernen Büroflächen schaffen wir nicht nur zeitgemäße und attraktive Arbeitsplatzbedingungen für unser Haus, sondern stellen uns auch wirtschaftlich optimal auf. Die neuen Räumlichkeiten ermöglichen uns spürbare Kosteneinsparungen gegenüber dem aktuellen Standort“, erklärt SAKD-Direktor Thomas Berndt. Gleichzeitig sei der Mietvertrag „ein klares und langfristiges Bekenntnis zum Standort Bischofswerda.“
Auch für die Stadt Bischofswerda ist die langfristige Bindung der SAKD ein Grund zur Freude. Oberbürgermeister Prof. Dr. Holm erklärt dazu: „Dass die SAKD als hochspezialisierter IT-Dienstleister für ganz Sachsen unserer Stadt seit 1994 die Treue hält, ist ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Bischofswerda und ein großer Vertrauensbeweis. Mit dem Einzug der SAKD in das KKB sichern wir wertvolle, zukunftsorientierte Arbeitsplätze direkt vor unserer Haustür.“ Gleichzeitig zeige dieser Schritt, „warum das KKB für unsere gesamte Stadt so unverzichtbar ist: Wir retten nicht nur eine historische Hülle, sondern erschaffen das neue, pulsierende Herz von Bischofswerda.
Hier werden künftig modernste Verwaltung, Bildung, Kultur und gesellschaftliche Begegnung unter einem Dach vereint – ein Leuchtturmprojekt, das unsere Stadt für Generationen prägen wird.“
Wie Projektsteuerer Steffen Smol von der IPB Consult GmbH in Absprache mit der Stadtverwaltung mitteilt, sind die Abbrucharbeiten an dem Gebäudekomplex abgeschlossen. Die Rohbauarbeiten befinden sich demnach in den letzten Zügen, der Anbau am Nordflügel für den Hort und der zweite Rettungsweg sind fertiggestellt, ebenso wie die Rohbauarbeiten in der neuen Bibliothek, die in den kleinen Saal einziehen wird. Gegenwärtig laufen in allen drei Gebäudeteilen Trockenbau- und Innenputzarbeiten, darauf folgen die Grobmontagen der Elektrik – und Haustechnik-Installationen. Zudem sind die Fenster im Nordflügel bereits ausgetauscht, für den Westflügel ist dies in Vorbereitung. Der Parkplatz auf dem Areal des früheren Skaterparks ist bis auf nachlaufende Markierungsarbeiten fertiggestellt. Finanziert wird das 30-Millionen-Euro-Projekt maßgeblich durch umfangreiche Fördermittel, insbesondere aus den Töpfen des Strukturwandels, die den Kohleausstieg in der Region abfedern sollen. „Ohne diese massive finanzielle Unterstützung von Bund und Land – mit einem Fördermittelanteil von 95 Prozent – wäre ein Projekt dieser Größenordnung für die Stadt Bischofswerda kaum zu stemmen“, teilt die Stadtverwaltung mit. Ab 2027 soll das KKB dann mit Leben gefüllt werden. Neben der SAKD als gewerblichem Mieter sind weitere öffentliche und kulturelle Einrichtungen als künftige Nutzer fest eingeplant. Dazu gehören unter anderem das Bauamt, das Familien- und Ordnungsamt, der Innenstadthort, die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv. Der Große Saal des Hauses soll für professionelle Veranstalter zur Verfügung stehen, aber unter anderem auch für die rege Vereinslandschaft der Stadt. „Das KKB wird somit zu einem echten Bürgerhaus“, so die Stadtverwaltung.