Melonen und Kiwis aus Kreba-Neudorf

Die Orangerie nach der Instandsetzung...
Kreba-Neudorf. Die 1821 errichtete Orangerie gehört zum denkmalgeschützten Schlosspark des Ritterguts Kreba-Neudorf. Das Gebäude stand mindestens 50 Jahre leer und war vom Verfall bedroht. Im Zuge der Neugestaltung des Schlossparks wurde es nun nach historischem Vorbild saniert, wobei die vorhandene Bausubstanz weitgehend erhalten blieb. Die Arbeiten wurden von der Landesdenkmalbehörde und einem Bauforscher begleitet; für die Sanierung kamen auch historische Baustoffe aus der Umgebung zum Einsatz, darunter Material aus Abrissen im Tagebaugebiet.
Im Inneren entstand ein barrierefreier Raum, der als Schulgartengewächshaus und Veranstaltungsraum genutzt werden kann. Die Geschichte des Gebäudes ist unter anderem durch begehbare Glasflächen und freigelegte alte Putzflächen sichtbar. Mobile Hochbeete bieten Platz für Melonen und Kiwis, außerdem wurden Orangen-, Mandarinen- und Zitronenbäume gepflanzt. Eine Luftwärmepumpe ermöglicht die Überwinterung der Pflanzen bei etwa zehn Grad. Die Stromversorgung wird durch eine Photovoltaikanlage mit Speicher auf der benachbarten Turnhalle unterstützt. Außen gibt es weitere Hochbeete, unter anderem für Kartoffeln und Möhren. Die Grundschule kann die Orangerie damit wieder für den Schulgarten nutzen. Im Gebäude befindet sich außerdem ein Wandgemälde mit einer Darstellung des Schlossparks um 1900. Die Orangerie ist auch über den Naturerlebnispfad in Kreba-Neudorf zugänglich.
Für Freitag 18.30 Uhr und damit nach Redaktionsschluss war die Eröffnung mit dem Ministerpräsidenten angekündigt. Sanierung und die Gestaltung des Außengeländes kosteten rund 491.000 Euro, von denen rund 90 Prozent über Förderungen realisiert werden konnten, wie Bürgermeister Dirk Naumburger vor dem Festakt mitteilte.
