Nach Alfred Simm beginnt eine neue Vereinsära

Bei den Ostsächsischen Eisenbahnfreunden beginnt nach Alfred Simm eine neue Ära. Foto: Bernd Hahn
Löbau. Auf der Mitgliedervollversammlung der Ostsächsischen Eisenbahnfreunde e.V. in Löbau ist jetzt ein neuer Vereinsvorstand gewählt worden. Neuer Vereinsvorsitzender ist Maximilian Schöne. Schon als Kind wurde er Mitglied in der Jugendgruppe der Eisenbahnfreunde und machte später sein Hobby zum Beruf.
Mittlerweile steht der 29-Jährige regelmäßig selbst am Regler der vereinseigenen Dampflokomotive 52 8141. Der bisherige Vorsitzende Alfred Simm beendete nach 36 Jahren an der Spitze des Vereins seine Vorstandstätigkeit und kandidierte nicht erneut.
„Ich werde in diesem Jahr 72 Jahre alt und habe so den Verein mein halbes Leben lang geleitet. In dieser Zeit haben wir gemeinsam eine umfangreiche Fahrzeugsammlung zusammengetragen, das historische Löbauer Maschinenhaus erworben und für die Nachwelt gesichert sowie auch so manche schwierige Herausforderung meistern müssen“, fasst Alfred Simm sein langes Engagement im Verein zusammen. „Es ist an der Zeit, die Geschicke des Vereins in die verantwortungsvollen Hände der jüngeren Generation zu legen“, so Alfred Simm weiter. Ralph Gruner wurde als Stellvertretender Vereinsvorsitzender in seinem Amt bestätigt, ebenso Danny Lehmann als Kassenwart und Dr. Kay Weißflog als Schriftführer.
Neu gewählt wurden Manuel Drechsel, Uwe Jachmann und Andreas Knoblauch.
„Ich danke den nun ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Philipp Beckel und Andreas Schöne sowie unserem bisherigen Vorsitzenden Alfred Simm von Herzen für ihr langjähriges und umfangreiches Engagement für den Verein“, würdigte Maximilian Schöne, neu gewählter Vereinsvorsitzender, die Tätigkeit der ehemaligen Vorstände. „Auch wenn wir auf eine hervorragende Arbeit zurückblicken können, werden wir in den kommenden Jahren einige Herausforderungen zu bewältigen haben, um unsere Gebäude, Anlagen und Fahrzeuge fit für die Zukunft zu machen“, fügte er hinzu.
Die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde haben derzeit rund 160 Mitglieder aus der unmittelbaren Region und dem ganzen Bundesgebiet. Der Verein betreibt und erhält mit dem Löbauer Maschinenhaus von 1859 den ältesten in Sachsen erhaltenen Lokschuppen sowie den Modellbahnhof im ehemaligen Löbauer Güterschuppen. Die Fahrzeugsammlung des Vereins umfasst neben unzähligen Personen- und Güterwagen mehr als zehn historische Lokomotiven aus der Zeit der Deutschen Reichsbahn, darunter mehrere betriebsfähige Dieselloks und eine Dampflok mit Zulassung für den Verkehr auf dem öffentlichen Eisenbahnnetz. Der Erhalt der Betriebsfähigkeit von Lokomotiven und Reisezug ist allein mit Erlösen aus Eintritten und Ticketverkäufen für Sonderzufahrten nicht finanzierbar.
„Der Erhalt unserer historischen Fahrzeuge und Anlagen bedarf weiterhin des Engagements unserer Mitglieder, aber auch des Wohlwollens unserer Partner in Gesellschaft und Politik. Nur mit dieser Unterstützung können wir die Geschichte der Eisenbahn in der Oberlausitz auch für kommende Generationen lebendig und erlebbar bewahren“, so Maximilian Schöne abschließend.