Oberbürgermeister Octavian Ursu in Berlin

Octavian Ursu und Carsten Ovens am Brandenburger Tor in Berlin Foto: Stadt Görlitz.
Berlin. Über den neuen Parlamentskreises „Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Görlitz–Dresden“ hatte der Niederschlesische Kurier zweimal kurz berichtet. Am 7. Juli hat Görlitz’ Oberbürgermeister Octavian Ursu nun in Berlin mit Vertretern des neuen Gremiums gesprochen. Dabei wurde die Bereitstellung von acht Millionen Euro aus dem Sonderschulden-„Vermögen“ des Bundes für die weitere Planung des Streckenabschnitts zwischen Demitz-Thumitz und Görlitz thematisiert. In der polnischen Botschaft sprach Ursu mit dem stellvertretenden Botschafter Polens, Jakub Wawrzyniak, über grenzüberschreitende Projekte in Görlitz – etwa die gemeinsame Fernwärmeversorgung „United Heat“, das Projekt „Cross Water“, die Entwicklung des grenzüberschreitenden ÖPNV sowie den Bau einer weiteren Neißebrücke für den Autoverkehr. Zudem sprach Ursu mit Carsten Ovens, Geschäftsführer des europäisch-israelischen Interessen- und Netzwerkakteurs Elnet Deutsch-land, zur Kampagne „Fragemauer“ im Rahmen des Themenjahres „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“. Die taz kritisierte im November 2025 im Text „Meinungsbildungsreisen nach Israel“, dass Elnet in Deutschland häufig als unabhängige Denkfabrik auftrete, während die Organisation international stärker als pro-israelisches Netzwerk mit politischer Zielrichtung wahrgenommen werde. Auch Timo Lange (LobbyControl) kritisiert die enge Elnet-Vernetzung zu politischen Entscheidungsträgern.