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Oberlausitz-Kliniken trotzen den Schwierigkeiten

Oberlausitz-Kliniken trotzen den Schwierigkeiten

Chefarzt Prof. Steffen Schön bei der Eröffnung der Herzkatheterlabore im Mai 2025. ⋌Foto: Carmen Schumann (Archiv)

Landkreis. Wie andere Krankenhäuser auch, hatten die Oberlausitz-Kliniken mit den Auswirkungen der Krankenhausreform zu kämpfen. Um dem etwas entgegen zu setzen, gab sich das Klinikum die „Medizinstrategie 2030“. Das Bautzener Krankenhaus wurde 2024 als Schwerpunktversorger eingestuft. Dem gerecht zu werden, wurden 2025 eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die die medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherstellen und verbessern. So gab es richtige „Paukenschläge“ mit der Inbetriebnahme neuer Herzkatheterlabore, dem Start des Oberlausizer Brustzentrums, der Einführung robotergestützter Operationen sowie der ersten „Weißen Nacht der Medizin“, die mit rund 1000 Besuchern zu einem vollen Erfolg wurde.

Die finanzielle Entwicklung hin zu einer „Schwarzen Null“ wurde rasant geschafft. Dadurch können die Tariflöhne der Beschäftigten um 8,5 Prozent über einen Zeitraum von 27 Monaten erhöht werden. Denn die guten Ergebnisse seien eine Gemeinschaftsleistung aller Beschäftigten, angefangen von den Chefärzten bis hin zu den Pflegekräften. Was letztere betrifft, so hat eine erfolgreiche Akquise von Pflegepersonal aus Brasilien stattgefunden. Und auch in Kolumbien schaut man sich nach passendem Personal um. Auch die Werbung um neues ärztliches Personal war erfolgreich. So traten mehrere Fachärzte ihr neues Amt in den Oberlausitz-Kliniken an. Das führt dazu, dass in der Gynäkologie nicht nur Geburtshilfe geleistet werden kann, sondern durch die Gründung des Brustzentrums auch umfangreichere gynäkologische Operationen durchgeführt werden können. Aufgebaut wurde die Geriatrie, was dem zunehmenden Durchschnittsalter der Bevölkerung Rechnung trägt. Tatsächlich beträgt das Durchschnittsalter der in der Geriatrie Behandelten 83 Jahre. Altersbedingte Erkrankungen können hier komplex behandelt werden. Altersmedizin sei Zukunftsmedizin wurde angesichts der demografischen Entwicklung festgestellt.

Insgesamt wurden 2025 Investitionen in Höhe von 14,7 Millionen Euro getätigt.
Obwohl sich die Anstrengungen im vergangenen Jahr auf das Bautzener Krankenhaus als Schwerpunktversorger richteten, soll auch die Klinik in Bischofswerda nicht aus dem Blick geraten. Hier sind für 2026 verschiedene Maßnahmen geplant. So soll dort ein ambulantes Gesundheits- und OP-Zentrum aufgebaut werden. Geplant ist die Anschaffung eines OP-Roboters für die Knie-Endoprothetik, die Weiterentwicklung der Zentralen Notaufnahme und der Aufbau einer Zentralküche. Und auch in Bischofswerda soll eine Geriatrie und Palliativstation eingerichtet werden. Außerdem soll auch in Bischofswerda 2026 eine Weiße Nacht der Medizin durchgeführt werden.

Wenn alles wie geplant läuft, kann in Bautzen am 1. September 2026 die neue Berufsfachschule für Gesundheitsberufe an den Start gehen. Sie wird in der Schafbergstraße 4 in einem Bestandsgebäude eingerichtet. Alle Lehrer sind schon verpflichtet. Aktuell läuft das Zulassungsverfahren. Los gehen soll es mit 50 Azubis. Ihre Zahl soll dann bis auf 200 anwachsen. Am 19. September findet voraussichtlich ein Tag der offenen Tür in der Kinderklinik statt, die ihr 75-jähriges Bestehen feiert.

Carmen Schumann / 24.03.2026

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