Premiere im Burgtheater nach Hans Christian Andersen

Zwischen Fernweh und Heimweh: Ein Puppenspiel über den Mut zum Aufbruch Foto: Roman Koryzna
Bautzen. Im Burgtheater Bautzen feiert am Samstag, 28. März, 17.00 Uhr, das neue Puppenspiel „Nichts wie weg! Vom Aufbruch ins Leben“ von Caren Pfeil Premiere – eine Inszenierung für Jugendliche ab 12 Jahren.
Die Geschichte basiert auf Hans Christian Andersens Märchen „Die Hirtin und der Schornsteinfeger“ und erzählt von einer Jugendlichen, die sich von ihrem Großvater verabschieden will, weil sie von einem anderen Leben träumt. Der Großvater hält sie jedoch zurück und beginnt mit ihr ein Spiel über zwei Porzellanfiguren, die ihr behütetes Zuhause verlassen. Auf ihrer Flucht vor einem hölzernen Kriegsgeneral geraten die Hirtin und der Schornsteinfeger auf ihrem Weg durch den Schornstein in Ängste und Zweifel. Erst mit viel Mut erreichen sie das „Dach zur Welt“, von wo aus sich ihnen ein atemberaubend freier Blick eröffnet – doch die Frage bleibt, ob sie sich tatsächlich in die Welt hinauswagen. Die Inszenierung lässt einen vielschichtigen Dialog über Träume und Ängste, über Bleiben und Gehen sowie über Brüche und Veränderung entstehen. Dabei treffen Fernweh und Heimweh ebenso aufeinander wie die Flucht vor dem Alten und die Angst vor dem Neuen. Realität und Märchenwelt verschmelzen, während Schauspiel mit Marionetten-, Schatten- und Handpuppenspiel zu einem eindrucksvollen Theatererlebnis verwoben werden.
Regie führt Caren Pfeil, die gemeinsam mit Friederike Förster (Bühne/Kostüm), Christian Werdin (Puppen), Tasso Schille (Musik) sowie den beiden Spielerinnen und Spielern Marharyta Pshenitsyna und Andreas Larraß eine eindringliche Erkundung von Aufbruch und Veränderung auf die Bühne bringt.