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Gibt es den Showdown am Ende der Saison?

Gibt es den Showdown am Ende der Saison?

Der FSV 1990 Neusalza-Spremberg „grüßt“ in der Fußball-Landesklasse Ost von der Tabellenspitze. Foto: Archiv/Verein

Der FSV 1990 Neusalza-Spremberg ist nach Abschluss der ersten Halbserie mit 31 Punkten und 55:21 Toren Spitzenreiter in der Fußball-Landesklasse Ost. Unser Redakteur Steffen Linke befragte den langjährigen Teammanager Georg Schröer zur sportlichen Situation im Verein. 

Herr Schröer, wie fühlt es sich für den FSV 1990 Neusalza-Spremberg auf dem Platz an der Sonne an? 

Georg Schröer: Nach dem Abstieg im Sommer 2022 aus der Landesliga Sachsen haben wir hart gearbeitet, die Mannschaft immer wieder verbessert und nun schon die vierte Halbserie in Folge mit über 30 Punkten abgeschlossen. Es war sicherlich nicht unsere beste Halbserie, die wir gespielt haben, aber über Weihnachten und die lange Winterpause oben zu stehen, tut schon gut. Wir wissen das aber bei uns auch richtig einzuordnen. 

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Georg Schröer (rechts) ist schon seit vielen Jahren Teammanager des FSV 1990 Neusalza-Spremberg. Foto: Archiv/Verein

Kurz vor Abschluss der ersten Halbserie erzielte der FSV 1990 Neusalza-Spremberg im Spitzenspiel ein 1:1 beim FSV Oderwitz 02. Inwieweit sind solche brisanten Derbys das Salz in der Suppe im Laufe der Meisterschaft? Und geht es da eigentlich um wesentlich mehr als nur um drei Punkte – nämlich ums Prestige? 

Georg Schröer: Ein Derby ist ähnlich wie ein Pokalspiel, diese Spiele haben immer ihren eigenen Charakter und ihre eigenen Gesetze. Da ist natürlich immer mehr Anspannung und Feuer im Spiel drin. So ein Derby zu gewinnen, wirkt dann immer lange nach, dasselbe gilt natürlich auch, wenn wir verlieren. Dass es am letzten Spieltag dieser Saison dann zum absoluten Showdown kommen könnte, macht das noch einmal brisanter. Wir werden sehen, wie die Meisterschaft bis dahin verläuft. 

Inwieweit hat Ihre Mannschaft ihr Leistungspotenzial in der ersten Halbserie ausgeschöpft bzw. abgerufen? 

Georg Schröer: Daran scheiden sich ein wenig die Geister. Klar stehen wir auf dem ersten Tabellenplatz. Wirklich rundum zufrieden sind wir aber mit der Hinserie nicht. Nach dem guten Start mit sechs Siegen aus sechs Spielen, bei denen auch schon zwei glückliche Siege dabei waren, folgten drei Liganiederlagen am Stück und ein sehr wellenförmiger Abschluss der ersten Halbserie.

Georg Schröer: Trainer André Kohlschütter und ich sehen da schon noch deutlich mehr Potenzial in der Mannschaft, welches in der Rückrunde herausgekitzelt werden muss. 

Die Meisterschaft scheint auf einen Dreikampf zwischen dem FSV 1990 Neusalza-Spremberg, dem FSV Oderwitz 02 und Eintracht Niesky hinauszulaufen. Welcher Druck steckt hinter jedem einzelnen Spiel, wenn es an der Tabellenspitze so eng zu geht? 

Georg Schröer: Wir dürfen uns keine Ausrutscher leisten, denn die Konkurrenz schläft nicht. Wir waren ja zwischenzeitlich schon enteilt, dann kam die Schwächephase Mitte der Hinrunde und schon ging das Hauen und Stechen hinter uns los. Jetzt ist es eng in der Tabelle. Daher heißt es volle Konzentration bei jedem Spiel. 

Ab wann ruft der FSV 1990 Neusalza-Spremberg offiziell das Ziel Aufstieg aus? 

Georg Schröer: Unser Saisonziel heißt weiterhin, unter die Top-Drei in der Landesklasse Ost zu kommen, wir sind daher schon im Soll. Wir ändern auch nicht ständig unsere Saisonziele, sondern versuchen, geradlinig unseren Weg zu gehen und die Mannschaft ständig weiterzuentwickeln.

Wäre denn ein Aufstieg in die Fußball-Landesliga überhaupt aus rein finanzieller Sicht für den FSV 1990 Neusalza-Spremberg zu stemmen? 

Georg Schröer: Ich denke, da haben wir mit unserem Hauptsponsor ALL-INKL.COM, der auch Haupt- und Trikotsponsor bei der SG Dynamo Dresden ist, und dem starken Mann René Münnich voran einen guten Partner an unserer Seite, der uns stets unterstützt und viele Dinge ermöglicht. Beim Thema Finanzen möchte ich aber nicht weiter ins Detail gehen. Das behandeln wir stets mit größter Sorgfalt und Diskretion. 

Wie wichtig ist für den FSV 1990 Neusalza-Spremberg der Start in der Rückrunde? 

Georg Schröer: Nach ein paar Hallenturnieren starten wir am Dienstag, 20. Januar, insofern uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, in die Vorbereitung unter freiem Himmel. Wir wollen dabei vier Vorbereitungsspiele absolvieren – unter anderem gegen den VfB Zittau, SSV Neustadt/Sachsen und VfL Pirna-Copitz 07. Das sind übrigens Mannschaften, die in der Landesliga-Premieren-Saison 1990/1991 am Start waren. Diese Vereine müssten Sie noch aus Ihrer aktiven Zeit beim VfB Zittau kennen (lächelt). Wir selbst möchten jedenfalls gut vorbereitet in die zweite Halbserie starten. 

Wie viel Augenmerk legt die Mannschaft trotz des engen Meisterschaftskampfes auf die Hallenlandesmeisterschaft im Futsal am Samstag, 17. Januar, in Seifhennersdorf oder diverse andere Hallenturniere?

Georg Schröer: Die Hallensaison ist immer eine willkommene Abwechslung. In den letzten Wochen gab es aber einige Spieler, die mit kleineren Verletzungen zu kämpfen hatten. Wir müssen schauen, welche Spieler in der Halle so zum Einsatz kommen, aber wir wollen natürlich auch eine gute Hallensaison spielen. Höhepunkt ist dabei die Futsal-Regionalmeisterschaft Ost in Seifhennersdorf am Samstag, 17. Januar, die als Vorrunde für die Futsal-Hallenlandesmeisterschaft ausgetragen wird. Diesmal sind wirklich die stärksten Mannschaften aus Ostsachsen am Start – neben unseren Jungs auch die Landesklasse-Mannschaften des FSV Oderwitz 02 und FV Eintracht Niesky. Zudem komplettieren die Kreisoberligisten LSV Friedersdorf, Futsal Hallenkreismeister 2024, der VfB Zittau und der SV Neueibau das Starterfeld. 

Mit dem Post SV Dresden hat der Verband noch eine Dresdner Truppe in die tiefste Oberlausitz geschickt. Da wäre uns als Mitausrichter eine der beiden höherklassigen Oberlausitzer Teams aus Neugersdorf oder Görlitz lieber gewesen. 

Beide haben leider nicht zu diesem Event zugesagt. Ich hoffe aber trotzdem, dass dieses Turnier ein voller Erfolg wird. Die ersten beiden Mannschaften qualifizieren sich übrigens für die Endrunde eine Woche später in Hohenstein-Ernstthal. 

Abschließend noch ein Frage, welche Wünsche begleiten Sie in Ihrer Funktion als Teammanager für die Rückrundes des FSV 1990 Neusalza-Spremberg?

Georg Schröer: Dass alle aus der Fußball-Familie in der Oberlausitz ein tolles Jahr 2026 erleben, mit vielen sportlichen Höhepunkten, aber vor allem, dass alle Beteiligten gesund bleiben und Freude an der schönsten Nebensache der Welt haben. Klar wird es auch Rückschläge und Enttäuschungen geben, aber niemand sollte sich entmutigen lassen und weiter an sich und seinen Verein glauben. 

Ansonsten bin ich ein sehr genügsamer Mensch ohne größere Wünsche für mich selbst. 
Mit zwei kleinen Kindern im Haus freue ich mich mittlerweile über die kleinen Dinge im Leben. 

Redaktion / 17.01.2026

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