Großer Andrang zum „Tag der offenen Tür“ in Herrnhut

Auch der Namenspatron durfte nicht fehlen: Eva und Valentin, Schüler an den Evangelischen Zinzendorfschulen Herrnhut, begrüßten als Graf und Gräfin von Zinzendorf interessierte Eltern mit ihren Kindern zum gut besuchten Tag der offenen Tür. Foto: B.Hennig
Herrnhut. Es herrschte ein wunderbar reges Treiben am Tag der offenen Tür an den Evangelischen Zinzendorfschulen Herrnhut. Lehrer, Mitarbeiter, engagierte Schüler und die Schulleitung konnten sich wieder über großen Zuspruch freuen und den Gästen, wie traditionell im Januar, ein lebendiges Bild des Schulalltags vermitteln. Besonders gut gefüllt war die sogenannte „Brücke“ im Mansardengeschoss des Neubaus. Der helle Raum über der Zufahrt zur Schulbushaltestelle und dem Parkplatz verwandelte sich an diesem Tag in einen kleinen feinen Hörsaal. Hier informierten Daniela Köhler, Schulleiterin der Oberschule, und Lucas Glombitza, Schulleiter des Gymnasialzweigs, in zwei Durchgängen ausführlich über das Schulkonzept und das Aufnahmeverfahren. Das Interesse war groß. Viele Eltern aus Herrnhut und der Umgebung, deren Kinder derzeit die Grundschule besuchen, nutzten die Gelegenheit, sich über die weitere Schullaufbahn an der Schule in freier Trägerschaft zu erkundigen.
Das Aufnahmeverfahren für die neuen fünften Klassen im Schuljahr 2026/27 ist bereits weit fortgeschritten. Die Bewerber erhalten noch vor den Winterferien die lang ersehnte Nachricht, ob sie aufgenommen werden können. „Auch für das kommende Schuljahr gab es wieder mehr Anmeldungen, als wir Plätze anbieten können. Nach den Sommerferien werden wir 78 neue Fünftklässler in Oberschule und Gymnasium begrüßen dürfen“, berichtet Lucas Glombitza. „Unsere Klassenstärken sind dabei voll ausgereizt. Klassen mit nur 20 Schülerinnen und Schülern gibt es schon lange nicht mehr“, ergänzt Daniela Köhler.
Ein besonderes Anliegen ist es der Schule, von Beginn an eine starke und wohlwollende Gemeinschaft zu fördern, als Eckpfeiler einer positiven persönlichen Entwicklung. Daher wurde bewusst bei der Nennung der Anzahl der neuen Schüler auf eine Trennung nach Schulzweigen verzichtet. „Unsere Schule ist nach innen und außen eine große Gemeinschaft; das leben wir als Lehrkräfte und das leben auch unsere Schüler. Der Wert eines Kindes wird bei uns nicht durch sein Leistungsvermögen bestimmt. Diese evangelischen Prinzipien sind uns sehr wichtig“, betont Lucas Glombitza. Bereits jetzt läuft das Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2027/28 mit ungebrochener Nachfrage.
Während des gesamten Tages nutzten die Besucher intensiv die vielfältigen Angebote zum Ausprobieren, Kennenlernen und Fragen stellen. In jedem Raum herrschte ein angenehmes Gewusel, ob in den naturwissenschaftlichen Fachräumen, den Kunstateliers oder den Musik- und Sportbereichen, überall waren neugierige Gesichter anzutreffen.
Die Beliebtheit der Schule gründet sich neben der guten Ausstattung vor allem auf ihr ganzheitliches Konzept. Es geht nicht allein um Wissensvermittlung und die Erfüllung von Lehrplänen, sondern auch um das beständige Schaffen einer positiven Lernatmosphäre, in der ein wertschätzendes Miteinander gelebt und gelernt wird. Ziel ist es, die Absolventen mit einem gefestigten Wertekompass optimal auf Ausbildung, Studium und ihr späteres Leben vorzubereiten.
Aktuell lernen 570 Schüler an der Schule, die über eine einzügige Oberstufe und einen zweizügigen Gymnasialzweig verfügt. Insgesamt sind 80 Mitarbeiter tätig, davon 65 im Lehrbereich. Ab dem zweiten Halbjahr wird sich das Team der Referendare auf vier erhöhen. Als Schule in Trägerschaft der Schulstiftung der Evangelischen Brüder-Unität verfügt sie über ein eigenes Schulpfarramt. Der Religionsunterricht ist hier – im Unterschied zu staatlichen Schulen – ein verbindlicher und bereichernder Teil des Schullebens.
Der Tag der offenen Tür hat einmal mehr gezeigt, die Evangelischen Zinzendorfschulen Herrnhut sind ein lebendiger und stark nachgefragter Lern- und Lebensort, der sich auf eine erfolgreiche Zukunft freut.