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Kompressoren für Elektroautos aus der Lausitz?

Kompressoren für Elektroautos aus der Lausitz?

TDDK plant, die Produktion auf Kompressoren für Elektromotoren auszuweiten. Foto: Archiv

Bernsdorf. Die TD Deutsche Klimakompressor GmbH (TDDK) hat jetzt mit zwölfmonatiger Verspätung ihr 20-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. Geschäftsführer Kazushige Murao begrüßte dazu unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zum großen Firmen- und Familienfest auf dem Sportplatz von Straßgräbchen.

Am 28. September 2000 wurde das Automobilzulieferunternehmen, eine Tochterfirma von Toyota Industries Corporation (TICO) und Denso, im Beisein des damaligen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf feierlich eröffnet. Er hatte sich seinerzeit zusammen mit seinem Wirtschaftsminister Kajo Schommer sehr für diese Investition der Toyota-Gruppe in Ostdeutschland, in Ostsachsen, in der Westlausitz eingesetzt. Für die Region entstand ein wichtiger industrieller Leuchtturm inmitten von Massenarbeitslosigkeit. Für Sachsen kam ein bedeutsamer Standort im entstehenden „Autoland Sachsen“ hinzu.

TDDK ist heute das europäische Produktionswerk für Kfz-Klimakompressoren des Weltmarktführers TICO/Denso. Das Unternehmen beliefert seit Jahren zahlreiche Autowerke in Deutschland und Europa mit Kältemittelverdichtern, dem Herzstück einer Kfz-Klimaanlage.

In seinem Grußwort überbrachte Geschäftsführer Murao die Glückwünsche vom Vorstand der TDDK-Mutterfirma Toyota Industries (TICO) Yuji Ishizaki aus Japan. Er bezeichnete die Investitions-entscheidung für den Standort Straßgräbchen in der Rückschau als die richtige Wahl. In die Zukunft blickend führte er aus: „Wenn die Kunden uns Aufträge für Elektrokompressoren erteilen und eine Produktion hier vor Ort wünschen, bin ich der Meinung, dass wir auch mit einer solchen langfristigen Entwicklungsperspektive für TDDK unsere Marktanteile in Europa sichern sollten und habe deshalb entschieden, dass die Machbarkeitsprüfung einer zukünftigen Elektrokompressorfertigung hier bei TDDK konkret beginnen soll.“

Abhängig von den Entscheidungen der Kunden und der japanischen Mutterhäuser rechnet die TDDK-Führungsebene mit einer Dauer dieser Machbarkeitsprüfung bis mindestens Mitte 2022. Für den Fall eines positiven Ausgangs stünde TDDK erneut vor einer großen Investition in die Zukunft, für die Geschäftsführer Murao schon jetzt nicht nur die Belegschaft, sondern auch die Partner in Region und Gesellschaft, in Wirtschaft, Politik und Verwaltung um Unterstützung bitten will.

Redaktion / 04.10.2021

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