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Nur drei von zehn Deutschen haben Notfallpaket

Nur drei von zehn Deutschen haben Notfallpaket

Im BSW-Büro in der Görlitzer Sattigstraße 25 kann die aktuelle Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe abgeholt werden. Foto: BBK

München / ’s-Hertogenbosch / Görlitz. Fast die Hälfte der Deutschen hält es für wichtig, sich auf Notsituationen vorzubereiten. Untersuchungen zeigen aber, dass nur 31 Prozent eine Notfallausrüstung zu Hause haben. Der Rest vertraut auf Behörden – oder schiebt die Vorbereitungen auf Notsituationen vor sich her. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die Wasserpumpe.de von Norstat durchführen ließ.

Umfrage vor Berliner Stromterror und Krieg gegen Iran

Für diese Umfrage wurden 1.048 Deutsche noch vor dem großflächigen Angriff auf das Berliner Stromnetz und natürlich ebenso vor dem Beginn des US-amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran befragt. Die DCF Verlag GmbH ordnete den Terroarakt der linksradikalen Vulkan-Gruppe in ein „Terror-Franchise“-System ein.

Und auch andere Gefahrenquellen lauern: Zum Redaktionsschluss am Mittwoch wiesen die deutschen Erdgasspeicher den bedrohlichen Tiefstand von 20,9 Prozent auf. 

Obwohl sich Vorfälle wie der Strom-Terrorakt von Berlin für viele noch weit weg anfühlen mögen, wird eine solche Notlage insgesamt überall im Lande immer denkbarer. Nicht weniger als 55% der Befragten hielten es noch vor dem tagelangen Stromzusammenbruch von Berlin für notwendig, sich auf eine Notsituation vorzubereiten. Doch fehlt in der Praxis meist ein Plan.

Wasser, Batterien, Lebensmittel und ein Radio

Nur 31 Prozent der Befragten geben an, über ein vollständig oder zumindest teilweise gepacktes Notfallpaket zu verfügen. Wichtige Bestandteile davon sind Wasser, haltbare Lebensmittel und andere wichtige Hilfsmittel wie Batterien und ein Radio. Die übrigen 69 Prozent haben kein solches Paket oder sind sich nicht sicher, ob sie alle nötigen Vorräte im Haus haben. Überdies zeigt die Studie, dass Notfälle in Haushalten kaum thematisiert werden. 

Kaum Absprachen mit Familie und Bekannten!

Nur 21 Prozent der Befragten haben Absprachen getroffen oder einen Plan mit Familienmitgliedern oder Mitbewohnern besprochen. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) geben an, sich darüber „überhaupt keine Gedanken“ gemacht zu haben.

Ein großer Teil der Deutschen delegiert offenbar auf externe Hilfe – speziell von der Regierung. Nicht weniger als 66 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass dies – zu einem großen Teil oder vollständig – in der Verantwortung der Regierung liegt. Ihrer Meinung nach muss diese die Bürger in einer Notsituation beschützen – eine Erwartungshaltung die zu Passivität führen kann. Ferner fällt auf, dass einer von fünf Deutschen (20 Prozent) noch kürzlich davon überzeugt war, eine Notsituation sei in Deutschland unwahrscheinlich. Dennoch erkennt fast die Hälfte der Befragten, dass Vorbereitungen für den Notfall wichtig sind. Das Bewusstsein ist vorhanden, der Schritt zur tatsächlichen Vorbereitung bleibt meist aber aus.

Bundesamt (BBK) gibt Infos

In den BSW-Büros in der Görlitzer Sattigstraße 25, und in Zittau, Neustadt 18, kann die aktuelle Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) abgeholt werden. Die Broschüre enthält Handlungsempfehlungen, Checklisten und Hinweise, wie sich Haushalte realistisch und ohne großen Aufwand auf Krisenszenarien vorbereiten können.

tsk / 08.03.2026

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