Rehkitz-Retter brauchen Hilfe

Um noch mehr Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren, braucht der Verein dringend eine zusätzliche Drohne. Foto: Verein
Region. Es ist früher Morgen, die Wiesen liegen noch im Tau – und irgendwo darin duckt sich ein Rehkitz. Regungslos, schutzlos, nahezu unsichtbar. Was für viele idyllisch klingt, ist in Wahrheit ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn mit dem ersten Schnitt der Mähwerke beginnt jedes Jahr aufs Neue ein stilles Drama.
Der Oberlausitzer Rehkitzretter e.V. stellt sich genau diesem Moment entgegen – mit Herzblut, Technik und unermüdlichem Einsatz. Doch auch in der Rehkitzrettungsfreien Zeit hat der Verein in den vergangenen Monaten einiges bewegt: Mit der Renaturierung eines Naturteiches bei Drehsa wurde ein wertvoller Lebensraum zurückgegeben – für Amphibien, Insekten und Vögel. Ein Ort, der wieder lebt. Entlang eines Bewässerungsgrabens wurden 19 Weiden gepflanzt – kleine Zukunftsinseln für unzählige Lebewesen. Acht Obstbäume säumen nun einen Feldweg und schenken Nahrung, Schatten und ein Stück gewachsene Kulturlandschaft.
Mit dem Bau einer Fasanenzuchtanlage und einer Auswilderungsvoliere wurde ein weiterer wichtiger Schritt getan, um stark bedrohten Wildvögeln in unserer Region wieder eine Chance zu geben. Zehn Fasanenschütten sorgen zudem dafür, dass Tiere auch in harten Zeiten nicht verhungern müssen. Doch der Einsatz hört hier nicht auf. Die kommende Saison im Mai und Juni 2026 wirft bereits ihre Schatten voraus. Jede Wiese kann Leben bedeuten – oder Verlust. Um noch mehr Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren, braucht der Verein dringend eine zusätzliche Drohne. Jede Drohne bedeutet: mehr abgesuchte Flächen, mehr gerettete Tiere, mehr Leben. Um diese Drohne beschaffen zu können, hat der Verein Oberlausitzer Rehkitzretter auf der Plattform der Volksbanken „Viele schaffen mehr“ ein Crowdfunding-Projekt gestartet. 25 Prozent des Spendenbetrags legt die Bank zusätzlich oben drauf. Aus Hilfe wird so noch mehr Hilfe.
Und auch die nächsten Schritte sind klar: Hecken sollen gepflanzt werden – als Schutzräume, als Rückzugsorte, als Lebensadern für die Tierwelt. Dafür werden aktuell geeignete Flächen gesucht (vorerst im Raum Weißenberg, Hochkirch und Kubschütz). Wer Land besitzt und etwas Bleibendes für die Natur schaffen möchte, kann gern Teil dieser Mission werden.
Hier geht es zu der Aktion: https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/oberlausitzer-rehkitzretter
Spendenkonto: Oberlausitzer Rehkitzretter e.V., IBAN: DE13855500001002057422, BIC: SOLADES1BAT.