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So geht es mit der Körse-Therme weiter

So geht es mit der Körse-Therme weiter

Vor Jahren warf Landrat Udo Witschas (li.) den Vertretern des Zweckverbands einen Rettungsring zu – hält er sie bis zuletzt über Wasser? Foto: Archiv

Kirschau. Die Sanierung des Ganzjahresbades Körse-Therme im Schirgiswalde-Kirschauer Stadtteil Kirschau endet zwei Jahre später und kostet drei Millionen Euro mehr als bisher geplant. Dies ist die nüchterne Quintessenz einer Mitteilung, die das Landratsamt Bautzen nach der jüngsten Sitzung der Zweckverbandsversammlung herausgegeben hat. Allerdings bewertet die Kreisbehörde – immerhin ist der Landkreis Bautzen mit knapp 52 Prozent am Zweckverband beteiligt – dies keineswegs negativ. Es handele sich um „Änderungen für eine nachhaltige Zukunft“, die Kostensteigerungen sorgten langfristig für eine höhere Wirtschaftlichkeit. Doch was sind die Hintergründe dieser Entwicklung?
Einerseits hat laut Mitteilung des Landratsamtes zwischen der (abgeschlossenen) Planungsphase 3 und der Planungsphase 4 ein Wechsel des Planungsbüros stattgefunden.

Die Aufgabe des neuen Planungsbüros habe auch darin bestanden, die bisherigen Ergebnisse zu überprüfen. Und was die neuen Planer da vorfanden, stellte sie offenbar zu großen Teilen nicht zufrieden. Zudem konnten Anwohner und Interessierte in einer Bürgerbeteiligung ihre Wünsche für den Umbau der Körse-Therme äußern, wobei mehr als 40 Rückmeldungen eingingen. Dabei hätten sich 25-Meter-Schwimmbahnen, der Erhalt des Dampfbades mit Kaltbecken und eine Rutsche als am häufigsten geäußerte Wünsche herauskristallisiert. Der Zweckverband geht darauf ein, indem er einen zusätzlichen Hallenkörper plant, der exklusiv dem Bahnenschwimmen dienen soll. Der Wunsch nach einer Rutsche könne aus finanziellen Gründen nicht sofort realisiert werden. Jedoch soll alles so vorbereitet werden, dass eine Nachrüstung während des laufenden Betriebs und ohne Schließung der Therme möglich ist. 


Weitere Wünsche bezogen sich laut Landratsamt auf das Gastronomieangebot, ein größeres Planschbecken, Startblöcke sowie einen attraktiveren Wellness- und Saunabereich: „Diese Wünsche wurden bei der Überarbeitung der Planungen berücksichtigt und bilden die Grundlage für die nun vorgeschlagenen Änderungen“, teilt die Behörde mit. Der Strömungskanal werde hingegen aus den Planungen herausgestrichen, um Energiekosten zu sparen. Auf den zusätzlichen Kosten in Höhe von etwa drei Millionen Euro will der Zweckverband nicht allein sitzen bleiben: „Die Änderungen wurden auch der Landesdirektion vorgestellt. Die Vorschläge werden als schlüssig bewertet. Nun will der Landkreis einen Nachförderantrag stellen, um die zusätzlichen Maßnahmen zu finanzieren.“ Zudem sollen sich die zusätzlichen Investitionen durch steigende Einnahmen aufgrund der höheren Attraktivität rentieren. 

„Ich bin von der neuen Variante überzeugt. Wir wollen die Körse-Therme zu einem echten Besuchermagneten machen, der den Bedürfnissen der Region gerecht wird. Mit der Zustimmung der Mitglieder in der heutigen Verbandsversammlung haben wir einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht“, sagt Verbandsvorsitzender Jörg Szewczyk, der auch als Erster Beigeordneter des Landrats fungiert. Im Frühjahr soll mit der Entkernung begonnen werden.

Uwe Menschner / 17.01.2026

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