Über den einstigen „Saarschlesischen“

Endpunkt des „Saarschlesien“-Wanderweges war der St. Annaberg in Oberschlesien, an dessen Spitze eine Wallfahrtskirche mit Lourdesgrotte (Foto) steht. Foto: Till Scholtz-Knobloch
Ebersbach- Neugersdorf. Am Montag, 28. September erwartet Gäste des Erzählcafés im Kultur- und Bildungszentrum des Lebens(t)räume e.V. ein Powerpoint-Vortrag. Dietmar Eichhorn aus Leutersdorf nimmt Besucher mit auf einen Fernwanderweg – den alten Saar-Schlesien-Weg. Einst war er der längste und berühmteste deutsche Fernwanderweg, der quer durch Deutschland ging: von der Westgrenze im Saarland über den Hunsrück, den Taunus, den Vogelsberg, die Rhön, den Rennsteig, den Erzgebirgskamm, das Elbsandsteingebirge, durch unser Oberlausitzer Bergland und das Riesengebirge bis zum St. Annaberg in Oberschlesien. Nachfolger nach 1945 ist zumindest in Mitteldeutschland der Fernwanderweg Zittau – Wernigerode und verbindet den Harz, den Thüringer Wald, das Vogtland, das Erzgebirge und das Zittauer Gebirge. Der letzte Abschnitt wurde vor gut 30 Jahren zusätzlich als Oberlausitzer Bergweg ausgewiesen.
In dem Vortrag geht es nicht nur um das Wandern auf dem einstigen Saarschlesischen, sondern auch um eine kurzweilige kulturgeschichtliche Betrachtung im Gesamtverlauf des Weges mit den Regionen, durch die er verlief. Wegewart und Heimatforscher Dietmar Eichhorn hat das heutige Wanderwegenetz in den 70er-Jahren selbst mit aufgebaut. Er ist Referent im Lusatia-Verband, berichtet aber nicht nur über solche Wege und aus der Geschichte der Oberlausitz, sondern wandert als Gästeführer auch mit Gruppen. Das Erzählcafé in Neugersdorf, Ernst-Thälmann-Straße 38, öffnet um 14.00 Uhr. Zunächst gibt es selbst gebackenen Kuchen mit Kaffee oder Tee. Danach beginnt gegen 14.30 Uhr die Präsentation.
