Vom heruntergekommenen Stadtteil zum Szeneviertel

Eingang in Breslau-Odertor in der ulica Paulinska (Paulinenstraße) mit Resten deutscher Beschriftung. Foto: Thomas Voßbeck
Görlitz. Am Sonntag, dem 1. März, findet der erste Vortrag im Begleitprogramm zur Ausstellung „Zeichen der Zeit“ im Schlesischen Museum zu Görlitz statt. Mirko Seebeck stellt den Breslauer Stadtteil Odertor (Nadodrze) vor, der im Zweiten Weltkrieg vergleichsweise wenig zerstört wurde und bis heute zahlreiche Vorkriegsbauten sowie deutsche Inschriften im öffentlichen Raum bewahrt hat.
Viele dieser Beschriftungen sind noch sichtbar oder treten unter späteren Farbschichten wieder hervor. Sie verweisen auf frühere Nutzungen von Gebäuden und machen historische Brüche im Stadtbild erkennbar. Zugleich zeigt sich, wie der Stadtteil heute zwischen Sanierung, Verfall und kreativer Neubelebung steht.
Seebeck, Autor und Betreiber von WroclawGuide.com, führt in einem Bildvortrag durch das Viertel abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Ring (Rynek) oder der Jahrhunderthalle und geht auch auf die touristische Nutzung der historischen Inschriften ein. Er hat zudem das Buch: Wroclaw Breslau – Ein alternativer Reiseführer – 100 außergewöhnliche Orte, die man nicht verpassen sollte, verfasst.
Die Ausstellung „Zeichen der Zeit. Deutsche Inschriften in Schlesien“ mit Fotos von Thomas Voßbeck und Texten von Dawid Smolorz ist am 1. März kostenfrei zugänglich. Der Vortrag kostet 3 Euro.
Mehr zur Ausstellung findet man unter www.schlesisches-museum.de/kulturreferat/zeichen-der-zeit.