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Zukunft für die alte Textilfabrik

Zukunft für die alte Textilfabrik

Engagierte Frauen möchten das Kulturdenkmal Hermann-Wünsche-Fabrik in Ebersbach erhalten und für eine breite Öffentlichkeit zugänglich machen. Foto: privat

Ebersbach-Neugersdorf. Der Haushaltsausschuss des Deutscher Bundestag hat Fördermittel in Höhe von 300.000 Euro für die ehemalige Textilfabrik Hermann Wünsche in Ebersbach-Neugersdorf bewilligt. Das Geld stammt aus dem Denkmalschutzsonderprogramm und ist für die Sicherung des Daches vorgesehen.

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Die ehemalige Textilfabrik Hermann Wünsche soll wieder zum Leben erweckt werden. Foto: André Clemens

Der Gebäudekomplex gilt als bedeutendes Zeugnis der regionalen Textilindustrie, befindet sich jedoch in einem schlechten baulichen Zustand. Mit der Förderung soll ein weiterer Verfall verhindert werden. Die Gesamtkosten für die Maßnahme werden auf etwa 750.000 Euro geschätzt, einen Anteil muss die Kommune selbst tragen. Angestoßen wurde die Förderung durch den Bundestagsabgeordneten Florian Oest sowie den sächsischen Kultusminister Conrad Clemens. Auch vor Ort hatten sich Initiativen und Engagierte für den Erhalt eingesetzt.

„Ebersbach-Neugersdorf bekommt durch die Rettung der Hermann-Wünsche-Fabrik eine neue Chance, dieses beeindruckende Areal in der Mitte der Stadt wirtschaftlich, sozial oder kulturell (...) nutzbar zu machen.“ Jetzt gelte es, zeitnah tragfähige Konzepte für eine künftige Nutzung zu erarbeiten, betonte Conrad Clemens.

Eine „kluge Einbindung in die Entwicklung unserer Stadt“, ist auch der Wunsch von Steffen Ain, dem Bürgermeister von Ebersbach-Neugersdorf zur nun möglich gewordenen Dachsanierung der Fabrik, die sich in kommunalem Eigentum befindet.

Die Frage steht damit: Wie soll ein zukünftiges Nutzungskonzept aussehen? Da dürfte so manche zündende Idee im Oberland gefragt sein. Von Seiten der Politik heißt es dazu: „Engagierte Frauen möchten das Kulturdenkmal Hermann-Wünsche-Fabrik in Ebersbach erhalten und für eine breite Öffentlichkeit zugänglich machen.“ Noch in diesem Jahr soll in einem ersten Schritt mit der Sicherung des Gebäudekom-plexes begonnen werden. Einen kleineren Eigenanteil muss die Kommune jedenfalls selbst tragen, sodass die Gesamtkosten in Höhe von circa 750.000 Euro finanziert werden können. 

SL/tsk / 29.03.2026

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