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Karl-Marx-Straße belebt sich wieder

Karl-Marx-Straße belebt sich wieder

Beim Oberlausitzer Kurier hat sich viel getan: Neue freundliche Räume – direkt von der Straße aus erreichbar. Im Bild neben OB Karsten Vogt und Annett Scholz-Michalowski die Geschäftsführer Michael Scholze (rechts) und Enrico Berger (2. v.r.).

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Stefan Wiesner (links) vom Bike-Point Wiesner freut sich über den Besuch des Oberbürgermeisters und Annett Scholz-Michalowski vom Citymanagement in seinem neuen Fachgeschäft.

Fotos: Carmen Schumann

Die Straße zwischen Postplatz und Kornmarkt entwickelte sich in letzter Zeit zunehmend zu einer Problemzone. Doch jetzt tut sich was.

Bautzen. Am Montagmorgen stattete Oberbürgermeister Karsten Vogt der Karl-Marx-Straße einen Besuch ab. Genauer gesagt, suchte er drei Adressen auf mit drei Blumentöpfen im Gepäck. Sie sollten zur Verschönerung von drei Geschäften dienen, die in letzter Zeit ihre Pforten neu geöffnet haben. Die Geschäfte wiederum tragen zur Belebung der Karl-Marx-Straße bei, die oft wie ein Stiefkind im Stadtzentrum wirkt. Denn leider hat es immer wieder Geschäftsschließungen und somit Leerstand gegeben.

Als erstes suchte das Stadtoberhaupt die neue Geschäftsstelle des Oberlausitzer Kurier auf, der jetzt im Obergeschoss des ehemaligen „Hauses des Buches“ zu finden ist. Er konnte sich davon überzeugen, dass die zwölf Mitarbeiter jetzt sehr angenehme Arbeitsbedingungen vorfinden.
Die verfügbare Fläche ist um 40 Quadratmeter gewachsen. Leser des Oberlausitzer Kurier, die ein Anliegen haben, finden im Treppenaufgang Fotos aus der Geschichte des Hauses vor. Ein Grund für den Umzug von der Kornmarkt-Passage in die Karl-Marx-Straße – so die Geschäftsführung – sei auch gewesen, dass man mit der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft nun einen Vermieter hat, der jederzeit ansprechbar ist und mit ihren guten Handwerkern beim Umbau tatkräftig geholfen hat. So sind zum Beispiel an den großen Fensterflächen Rollläden angebracht worden, die im Sommer vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen. Die BWB ist nun noch auf der Suche nach passenden Mietern für die zwei Gewerberäume im Erdgeschoss.

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Ingolf Jugl zog mit seinem Büro vom Wendischen Graben in die Karl-Marx-Straße. Foto: Carmen Schumann

Karsten Vogt sagte, die Karl-Marx-Straße sei eine wichtige Innenstadtstraße. Dass ein angestammtes Wochenblatt jetzt hier residiert, finde er wunderbar. Das werte die Straße auf. Es sei schwer geworden, leere Flächen mit klassischem Handel zu besetzen. Deswegen, so ergänzte die Innenstadt-Managerin Annett Scholz-Michalowski, sei es unumgänglich, zunehmend Dienstleistungseinrichtungen zu etablieren.

Eine solche Einrichtung ist das Büro der Deutschen Vermögensberatung, welches sich nun wenige Meter weiter am Postplatz befindet. Wie Inhaber Ingolf Jugl sagt, befand sich sein Büro früher am Wendischen Graben. Der Vermögensberater ist schon 31 Jahre in seinem Metier tätig. Mit seinem Mietvertrag sei er aber zunehmend unzufrieden gewesen. Er beschäftigt zurzeit einen Praktikanten, sucht nach einer Assistentin und ist auch bereit, einen Lehrling auszubilden. Ingolf Jugl erstellt Finanzkonzepte für seine Kunden und arbeitet eng mit Banken zusammen. Deswegen sei die Karl-Marx-Straße ein guter Standort, weil sich hier mehrere Banken in der Nähe befinden.

Stefan Wiesner vom Bike-Point Wiesner führt drei Gründe auf, warum er ein zusätzliches Geschäft in der Karl-Marx-Straße 16 eingerichtet hat: Zum einen hatte er ein Platzproblem am Standort in der Muskauer Straße, zum anderen wollte er ausbilden und zum dritten könne er so Kunden aus der Innenstadt besser bedienen. Für die Ausbildung hat er zwei spiegelgleiche Arbeitsplätze eingerichtet. Um die Auszubildenden kann sich dort intensiv gekümmert werden. Denn die Ausbildung sei viel komplexer geworden in den letzten Jahren durch die Digitalisierung und durch Leasing-Programme. Letztere würden gerne für die Finanzierung der E-Bikes genutzt. Insgesamt beschäftigt Stefan Wiesner 70 Angestellte, die sich auf die beiden Standorte in Bautzen, sowie in Görlitz, Hoyerswerda, Kamenz, Senftenberg und Cottbus verteilen. Im Obergeschoss des ursprünglich zweistöckigen Geschäftes könnte ein Marketing-Büro untergebracht werden. In den Geschäftsräumen in der Karl-Marx-Straße 16 war nach der Wende ein Neckermann-Geschäft, später ein Geschäft für Kinderbedarf ansässig.

Carmen Schumann / 01.02.2026

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