Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund verabschiedet sich

Das Dorfmuseum Markersdorf bleibt, wird aber ohne Museumsverbund schwieriger zu betreiben sein. Foto: Museumsverbund
Reichenbach / Markersdorf / Königshain. Mit Jahresbeginn hat der Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund seine Türen geschlossen und befindet sich in Liquidation. Das Ackerbürgermuseum Reichenbach und Schloss Krobnitz liegen nun in den Händen der Stadt Reichenbach, das Dorfmuseum Markersdorf in denen der Gemeinde Markersdorf und das Granitabbaumuseum Königshainer Berge in denen der Gemeinde Königshain. Hingegen wird das Schloss Königshain von der Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz weitergeführt.
In seiner letzten Mitteilung vom 31. Dezember hatte der Museumsverbund unter anderem ausgeführt: „In 26 Jahren gab es unzählige Veranstaltung in unseren fünf Einrichtungen. Das Jahr begann mit dem Flegeldruschwettbewerb im Dorfmuseum Markersdorf und weitere Feste des Bauernkalenders konnten auf dem alten Bauernhof gefeiert werden.“ Die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Reichenbach, dem Förderverein Markersdorf und dem Heimatverein Königshain sei ebenfalls eine wunderschöne Zeit gewesen. „Auch müssen wir uns von unserer wunderbaren Sammlung verabschieden, die so tolle Ausstellungen hervorgebracht hatte wie ’Modern(e) Zeiten’ und ’Zu Tisch’ in Schloss Krobnitz, ’Spiel mit!’ und ’Reinlichkeit ist eine Zier’ im Dorfmuseum Markersdorf oder im Granitabbaumuseum Königshainer Berger ’Starke Frau’ – als ein grenzüberschreitendes Projekt mit Bunzlau, dem Muzeum Ceramiki, so wie in Schloss Königshain ’Schachmann: Kunstsammler und Visionär’“. Die wissenschaftliche, didaktische und organisatorische Betreuung an allen Standorten wird auch bei deren Erhalt also unzweifelhaft leiden.