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Sven Brajer über Ideen zum 250. Jubiläumsjahr 2029

Sven Brajer über Ideen zum 250. Jubiläumsjahr 2029

Dr. Sven Brajer führt jetzt die OlGdW Foto: Görlitzer Sammlungen

Region. Der gute, Eindruck, den Dr. Sven Brajer mit der Kuratierung der Ausstellung zum Nationalsozialismus im Görlitzer Kaisertrutz hinterlassen hat, hat nun sicher dazu beigetragen, dass ihn die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften e.V. (OlGdW) zum neuen Präsidenten gewählt hat. Zum Präsidium gehören ferner: Dr. Cornelia Müller (Vizepräsidentin), Dr. Volker Dähn (Schatzmeister), Dr. Gabriele Lang, Bartholomäus Nowak und Dr. Gunther Tschuch (Beisitzer). Die Gesellschaft teilt mit: „Zu unserer anstehenden Herbsttagung (zusammen mit dem Verband Lusatia und den Städtischen Sammlungen Zittau) werden wir uns mit dem Thema ’Die Oberlausitz unter den Habsburgern 1526–1635. Politik – Wirtschaft – Konfession’ bei einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz vom 30. Oktober bis 1. November beschäftigen. Für 2027/28 sei ggf. eine Kooperation mit den Restauratoren des Mon-Plaisir-Turms – ursprünglich vom Gründervater der Gesellschaft Adolf Trautmann von Gersdorff errichtet – in Meffersdorf (Pobidna) bei Bad Flinsberg (Swieradow-Zdroj) sowie dem DZA in Görlitz geplant. Sven Brajer berichtet der Redaktion nach seiner Wahl aber insbesondere über das anstehende 250. Jubiläum der Gesellschaft: „Denn die Gesellschaft wurde am 21. April 1779 vom dem Gelehrten Karl Gottlob Anton (1751–1818), dem Rittergutsbesitzer und Natur-forscher Adolf Traugott von Gersdorff und achtzehn weiteren Oberlausitzer Gelehrten in Görlitz gegründet. Dazu fällt 2029 noch ein weiteres Jubiläum an: Vierzig Jahre Wiedervereinigung – eine Zeit die in unserer Region historisch bislang kaum oder maximal bis zur Jahrtausendwende erforscht ist. So stammt das Buch ’Geschichte der Oberlausitz: Herrschaft, Gesellschaft und Kultur vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts’, herausgegeben von Joachim Bahlcke, aus dem Jahr 2001. Seitdem ist nicht mehr viel passiert“, meint der neue Präsident und begründet: „Man hat das Gefühl, dass die Zeit mit dem vielbeschworenen ‚Ende der Geschichte‘ 1989/ 90/91 im Kontext der regionalen Geschichtswissenschaft stehen geblieben ist. Dabei gab es besonders in den letzten Jahren und Jahrzehnten in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik oder auch mit Blick auf die Umwelt massive Umbrüche, die bislang in der Oberlausitz kaum geschichtswissenschaftlich aufgearbeitet wurden“. Diese Lücke solle ein derzeit im Entstehen befindlicher Sammelband der Gesellschaft, der dann pünktlich zum Jubiläum erscheinen soll, zumindest ein wenig schließen, betont Brajer, der sich zusammen mit seinen Mitstreitern sehr auf diese Aufgabe zu freuen scheint. Und auch sonst hat man „große Pläne“. Im Hinblick auf die Kooperation mit den Restauratoren des Mon-Plaisir-Turms in Meffersdorf berichtet er: „Knapp vierzig Mitglieder lauschten dem Vortrag von Rafal Wroblewski, dem Vorstandsvorsitzenden der Izerska Lokalna Organizacja Turystyczna (ILOT, Lokale Tourismusorganisation für das Isergebiet) zur traditionellen Frühjahrstagung der Gesellschaft am 18. April. Gebannt hörte man seinen Ausführungen über ’Return to the Stars. The Legacy of Adolf Traugott von Gersdorff and the Reconstructon of the Mon Plaisir Tower in the Izera Mountains’ (Rückkehr zu den Sternen. Das Vermächtnis Adolf Traugott von Gersdorffs und der Wiederaufbau des Mon-Plaisir-Turms im Isergebirge) zu. Wroblewski, ist auch Mitglied der OlGdW – und jeder im Raum merkte ihm an, wie wichtig ihm das Erbe von von Gersdorff ist – jenseits und diesseits der Neiße.“

Till Scholtz-Knobloch / 04.05.2026

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